Mobilität und Gender in der Theaterpraxis der Habsburgermonarchie im 19. Jahrhundert

Anna Blumlacher (1823–1907) ist eine paradigmatische Akteurin des sogenannten „Provinztheaters“ im 19. Jahrhundert, und trat in einer über 80 Jahre andauernden Karriere sowohl als Schauspielerin aber auch als Theaterunternehmerin in Erscheinung.
Das Dissertationsprojekt rekonstruiert und untersucht die Praxis und Lebensgeschichte Blumlachers und vergleichbarer Akteurinnen auf Basis eines umfangreichen Primärquellenkorpus. Dabei werden Grundlagen im Bereich der Theatergeschichte erarbeitet, und frauen- und geschlechtergeschichtlicher Perspektiven eröffnet, welche von besonderer Relevanz sind, um die im gesamten 19. Jahrhundert nachweisbare Involvierung von Frauen in die Theaterleitung sichtbar zu machen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Mobilität als ein wesentliches und vielschichtiges Phänomen, das alle am Theater beteiligten Akteur*innen betraf.
Zur Bearbeitung der Fragestellungen werden neben kultur- und geschichtswissenschaftlichen vor allem auch Methoden der Digital Humanities eingesetzt. Digitale Methoden und Werkzeuge bieten dabei über ihre Praktikabilität im Umgang mit Quellen und Informationen hinaus auch gänzlich neue Perspektiven für die Forschung.

Publikationen:  Patrick Aprent


INFORMATION


Projektleiter:
Patrick Aprent

Finanzierung:
ÖAW