Orte des Gedächtnisses – Erinnerungsräume

Judenplatz Wien. © IKT/Stefan Csáky

Die Beziehung zwischen gesellschaftlicher Erinnerung und Identität bildet den erkenntnisleitenden Rahmen für die Analyse von Repräsentationen des kollektiven Gedächtnisses. Unter „Orten des Gedächtnisses“ versteht man Orte im topographischen und metaphorischen Sinn, denen für eine bestimmte Gemeinschaft eine kollektive „Erinnerungsfunktion“ beigemessen wird. Diese Beziehung zwischen Gedächtnis und Identität bildet den erkenntnisleitenden Rahmen für die Analyse von Repräsentationen des Gedächtnisses in unterschiedlichen gesellschaftlichen Praxisfeldern, wie z. B. den Zeichensetzungen der Erinnerungskultur im öffentlichen Raum, oder von Narrativen, in denen das „Eigene“ und das „Andere“ konstituiert werden. Einen thematischen Schwerpunkt bildet die Frage, wie sich Gesellschaften, mit ihrer traumatischen Vergangenheit (z. B. Nationalsozialismus und Holocaust) auf lokaler, nationaler und transnational-europäischer Ebene auseinandersetzen.

Koordinatorin: Heidemarie Uhl

DRITTMITTELGEFÖRDERTE PROJEKTE


ZEITUHR 1938
Wissenschaftliche Projektleitung: PD Heidemarie Uhl
Wissenschaftliche Mitarbeit: Mag. Pauli Aro, Dr. Michaela Raggam-Blesch


Der Zweite Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen – Umgang mit traumatischen Vergangenheiten im Zuge der EU-Integration

Projektleiterin: Ljiljana Radonić


Heldendenkmal.Das Österreichische Heldendenkmal im Äußeren Burgtor der Wiener Hofburg.
Dokumentation und Analyse staatlicher Gedenkkultur

Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektmitarbeiter: Richard Hufschmied


Letzte Orte vor der Deportation. Kleine Sperlgasse, Castellezgasse, Malzgasse
Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektmitarbeiter/innen: Dieter Hecht, Michaela Raggam-Blesch, Monika Sommer

Flucht europäisch erzählen. Being refugee: a European narrative
Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektbearbeiter/innen: Anisa Hasanhodžić, Nermina Hasanhodžić, Rifet Rustemović


Jüdische Reaktionen auf die nationalsozialistische Verfolgung: Quellenedition zur Verfolgung, Vertreibung und Selbstbehauptung der Jüdischen Bevölkerung Österreichs 1938 - 1945
Projektleiterin: Eleonore Lappin-Eppel
Projektmitarbeiter: Dieter Hecht, Michaela Raggam-Blesch


Alltag und Verfolgungserfahrungen von Frauen und Männern „Halbjüdischer“ Herkunft in Wien, 1938-1945

Projektleiterin: Michaela Raggam-Blesch

Transnational memory work: Remembering victims of the Holocaust in Austria and Bosnia and Herzegowina
Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektbearbeiter/innen: Anisa Hasanhodžić, Rifet Rustemović

Die Gewaltdynamik in Bosnien (1941-1942) und der Einfluss der ethnisch motivierten Kriegsverbrechen auf die multiethnische kommunistische Gesellschaft in der Nachkriegszeit - Der Fall der Stadt Visegrad
Projektleiter: Dejan Segic