Jüdische Reaktionen auf die nationalsozialistische Verfolgung

Quellenedition zur Verfolgung, Vertreibung und Selbstbehauptung der Jüdischen  Bevölkerung Österreichs 1938-1945.

Tagebuch der zionistischen Mädchengruppe Cherut (Freiheit), Erinnerungseinträge für die Einweisung von zwei Mitgliedern in das Sammellager Kleine Sperlgasse. @ Privatbestand (Familie von Martin Vogel)

Ziel dieses Projekts ist die Sammlung, Analyse und kommentierte Präsentation von Quellen, welche die jüdischen Reaktionen auf die NS-Verfolgung in Österreich dokumentieren. Diese Quellen umfassen offizielle und halb-offizielle Korrespondenz, Berichte, Fragebögen, Briefe, Tagebücher, Postkarten sowie jüdische Zeitungen und Fotos. Darüber hinaus werden autobiografische Texte, Berichte und Interviews aus der Nachkriegszeit miteinbezogen.


Diese Quellenedition ermöglicht erstmals eine repräsentative Darstellung der jüdischen Reaktionen und Perspektiven auf die nationalsozialistische Verfolgung in Österreich. Die Recherche und Auswahl, die Analyse und Kommentierung orientieren sich entsprechend den neuesten wissenschaftlichen Holocaust-Forschungsansätzen an den Kategorien Geschlecht, Generation und Klassenzugehörigkeit sowie Handlungsspielräume, Überlebensstrategien und Widerstand. Das Quellencorpus umfasst offizielle und halb-offizielle Korrespondenz, Berichte, Fragebögen, Briefe, Tagebücher, Postkarten, Fotografien sowie jüdische Zeitungen; weiters werden autobiografische Texte, Berichte und Interviews aus der Nachkriegszeit miteinbezogen.
Die Quellenedition soll zwei Bände mit jeweils ungefähr 350 kommentierten und kontextualisierten Dokumenten pro Band umfassen; Band I wird gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ausschluss, Vertreibung und Beraubung von 1938-1940 umfassen, Band II die Themen Deportation, Vernichtung und Überleben von 1941-1945.


Publikationen: Eleonore Lappin-Eppel
Publikationen: Dieter Hecht
Publikationen: Michaela Raggam-Blesch