Orte des Gedächtnisses – Erinnerungsräume

Judenplatz Wien. © IKT/Stefan Csáky

Die Beziehung zwischen gesellschaftlicher Erinnerung und Identität bildet den erkenntnisleitenden Rahmen für die Analyse von Repräsentationen des kollektiven Gedächtnisses. Unter „Orten des Gedächtnisses“ versteht man Orte im topographischen und metaphorischen Sinn, denen für eine bestimmte Gemeinschaft eine kollektive „Erinnerungsfunktion“ beigemessen wird. Diese Beziehung zwischen Gedächtnis und Identität bildet den erkenntnisleitenden Rahmen für die Analyse von Repräsentationen des Gedächtnisses in unterschiedlichen gesellschaftlichen Praxisfeldern, wie z. B. den Zeichensetzungen der Erinnerungskultur im öffentlichen Raum, oder von Narrativen, in denen das „Eigene“ und das „Andere“ konstituiert werden. Einen thematischen Schwerpunkt bildet die Frage, wie sich Gesellschaften, mit ihrer traumatischen Vergangenheit (z. B. Nationalsozialismus und Holocaust) auf lokaler, nationaler und transnational-europäischer Ebene auseinandersetzen.

Koordinatorin: Heidemarie Uhl

SCHWERPUNKTPROJEKTE


Transformationen gesellschaftlicher Erinnerung
Österreichisches Gedächtnis im europäischen Kontext
Projektleiterin: Heidemarie Uhl

Der konkrete Ort des Politischen
Zur Entstehung und Funktion politischer Plätze.

Projektleiter: Peter Stachel

„Musikland Österreich“
Ein identitätspolitischer Topos, seine Geschichte und seine Funktionen

Projektleiter: Peter Stachel

DRITTMITTELGEFÖRDERTE PROJEKTE


Der Zweite Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen
Umgang mit traumatischen Vergangenheiten im Zuge der EU-Integration

Projektleiterin: Ljiljana Radonić


Globalized Memorial Museums
Exhibiting Atrocities in the Era of Claims for Moral Universals

Projektleiterin: Ljiljana Radonić


Gedenkjahr 2018: Vergangenheit im Fokus politischer und öffentlicher Kommunikation
Projektleitung: Karin Liebhart (Universität Wien), Heidemarie Uhl (ÖAW)
MitarbeiterInnen: Mag. Patrick Aprent, Mag. Dr. Petra Bernhardt, Mag. Hannes Pirker (ACDH)

Heldendenkmal
Das Österreichische Heldendenkmal im Äußeren Burgtor der Wiener Hofburg.
Dokumentation und Analyse staatlicher Gedenkkultur

Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektmitarbeiter: Richard Hufschmied


Jüdische Reaktionen auf die nationalsozialistische Verfolgung
Quellenedition zur Verfolgung, Vertreibung und Selbstbehauptung der Jüdischen Bevölkerung Österreichs 1938 - 1945

Projektleiterin: Eleonore Lappin-Eppel
Projektmitarbeiter/innen: Dieter Hecht, Michaela Raggam-Blesch
 

Alltag und Verfolgungserfahrungen von Frauen und Männern „Halbjüdischer“ Herkunft in Wien, 1938-1945
Projektleiterin: Michaela Raggam-Blesch
 

Letzte Orte vor der Deportation
Kleine Sperlgasse, Castellezgasse, Malzgasse

Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektmitarbeiter/innen: Dieter Hecht, Michaela Raggam-Blesch, Monika Sommer


Flucht europäisch erzählen
Being refugee: a European narrative

Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektbearbeiter/innen: Anisa Hasanhodžić, Nermina Hasanhodžić, Rifet Rustemović


Transnational memory work
Remembering victims of the Holocaust in Austria and Bosnia and Herzegowina

Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektbearbeiter/innen: Anisa Hasanhodžić, Rifet Rustemović

Die Gewaltdynamik in Bosnien (1941-1942)
Der Einfluss der ethnisch motivierten Kriegsverbrechen auf die multiethnische kommunistische Gesellschaft in der Nachkriegszeit - Der Fall der Stadt Visegrad

Projektleiter: Dejan Segić