Die Beziehung zwischen gesellschaftlicher Erinnerung und Identität bildet den erkenntnisleitenden Rahmen für die Analyse von Repräsentationen des kollektiven Gedächtnisses. Unter „Orten des Gedächtnisses“ versteht man Orte im topographischen und metaphorischen Sinn, denen für eine bestimmte Gemeinschaft eine kollektive „Erinnerungsfunktion“ beigemessen wird. Diese Beziehung zwischen Gedächtnis und Identität bildet den erkenntnisleitenden Rahmen für die Analyse von Repräsentationen des Gedächtnisses in unterschiedlichen gesellschaftlichen Praxisfeldern, wie z. B. den Zeichensetzungen der Erinnerungskultur im öffentlichen Raum, oder von Narrativen, in denen das „Eigene“ und das „Andere“ konstituiert werden. Einen thematischen Schwerpunkt bildet die Frage, wie sich Gesellschaften, mit ihrer traumatischen Vergangenheit (z. B. Nationalsozialismus und Holocaust) auf lokaler, nationaler und transnational-europäischer Ebene auseinandersetzen.

Koordinatorin: Heidemarie Uhl

SCHWERPUNKTPROJEKTE

Transformationen gesellschaftlicher Erinnerung
Österreichisches Gedächtnis im europäischen Kontext
Projektleiterin: Heidemarie Uhl

Der konkrete Ort des Politischen
Zur Entstehung und Funktion politischer Plätze.

Projektleiter: Peter Stachel

„Musikland Österreich“
Ein identitätspolitischer Topos, seine Geschichte und seine Funktionen

Projektleiter: Peter Stachel


DRITTMITTELGEFÖRDERTE PROJEKTE

Globalized Memorial Museums
Exhibiting Atrocities in the Era of Claims for Moral Universals

Projektleiterin: Ljiljana Radonić
Projektmitarbeiter/innen:
Markéta Bajgerová, Zuzanna DziubanMarlene Gallner, André Hertrich, Eric Sibomana

Der Zweite Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen
Umgang mit traumatischen Vergangenheiten im Zuge der EU-Integration

Projektleiterin: Ljiljana Radonić

Letzte Orte vor der Deportation
Kleine Sperlgasse, Castellezgasse, Malzgasse

Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektmitarbeiter/innen: Dieter J. Hecht, Michaela Raggam-Blesch, Monika Sommer

Deportationen vom Wiener Nordbahnhof, 1943-1945
Erforschung eines Desiderats der Holocaust-Historiografie
Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektmitarbeiter/innen: Dieter J. Hecht, Michaela Raggam-Blesch

Topographie der Shoa in Währing - Orte und Schicksale
Eine Online-Ausstellung
Projektleiterin: Eleonore Lappin-Eppel
Projekmitarbeiter: Dieter J. Hecht

Gedenkjahr 2018: Vergangenheit im Fokus politischer und öffentlicher Kommunikation
Projektleitung: Karin Liebhart (Universität Wien), Heidemarie Uhl (ÖAW)
MitarbeiterInnen: Mag. Patrick Aprent, Mag. Dr. Petra Bernhardt, Mag. Hannes Pirker (ACDH)

Heldendenkmal
Das Österreichische Heldendenkmal im Äußeren Burgtor der Wiener Hofburg.
Dokumentation und Analyse staatlicher Gedenkkultur

Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektmitarbeiter: Richard Hufschmied

Jüdische Reaktionen auf die nationalsozialistische Verfolgung
Quellenedition zur Verfolgung, Vertreibung und Selbstbehauptung der Jüdischen Bevölkerung Österreichs 1938 - 1945

Projektleiterin: Eleonore Lappin-Eppel
Projektmitarbeiter/innen: Dieter J. Hecht, Michaela Raggam-Blesch

Alltag und Verfolgungserfahrungen von Frauen und Männern „halbjüdischer“ Herkunft in Wien, 1938-1945
Projektleiterin: Michaela Raggam-Blesch

Flucht europäisch erzählen
Being refugee: a European narrative

Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektbearbeiter/innen: Anisa Hasanhodžić, Nermina Hasanhodžić, Rifet Rustemović

Transnational memory work
Remembering victims of the Holocaust in Austria and Bosnia and Herzegowina

Projektleiterin: Heidemarie Uhl
Projektbearbeiter/innen: Anisa Hasanhodžić, Rifet Rustemović

Überlebende des Widerstands im Nachkriegseuropa.
Europäische Vernetzungen und transnationale Erinnerungsgemeinschaften

Projektleiter: Maximilian Becker

Online-Ausstellung "Vertriebene und Verbliebene erzählen"
Projektleiter: Georg Traska

Die Gewaltdynamik in Bosnien (1941-1942)
Der Einfluss der ethnisch motivierten Kriegsverbrechen auf die multiethnische kommunistische Gesellschaft in der Nachkriegszeit - Der Fall der Stadt Visegrad

Projektleiter: Dejan Segić


KEY PUBLICATIONS: