After the traces of our neighbors

Jews in Bosnia and Herzegovina and the Holocaust

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen Österreich und Bosnien und Herzegowina. Insgesamt nehmen zehn Forschungs-, Kultur- und Bildungsinstitutionen aus diesen Ländern an dem Projekt Teil.

Ziel des Projekts ist es, die bislang nicht präsente Geschichte der jüdischen Bevölkerung von Bosnien und Herzegowina im kollektiven Bewusstsein zu verankern und für die Vermittlung an eine breite Öffentlichkeit, insbesondere an die junge Generation aufzubereiten. Das materielle und immaterielle jüdische Erbe in ausgewählten Städten in Bosnien und Herzegowina, das im Holocaust größtenteils unwiederbringlich zerstört wurde und danach aus der Geschichte und dem Gedächtnis verschwunden ist, wird mit diesem Projekt erstmals zugänglich gemacht.

Das Projekt umfasst verschiedene Aktivitäten, um unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen, darunter die Publikation eines Buches in englischer und bosnischer Sprache, Projekte der Holocaust-Education, eine Ausstellung, sowie Buch- und Projektpräsentationen in Österreich und in Bosnien und Herzegowina.

Das Projektkonzept verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, indem es die Geschichte der Juden in Bosnien und Herzegowina mit gegenwärtigen Konzepten und Praxisformen des Multikulturalismus im Kontext europäischer Werte verbindet und diese Werte einer breiten Öffentlichkeit in Bosnien und Herzegowina und auf europäischer Ebene vermittelt.

Bei der offiziellen Kommemoration für die Opfer des Konzentrationslager Jasenovac am 23. April 2017 wurde im Memorial Zentrum Jasenovac im Begleitprogramm die Ausstellung "Verloren im Holocaust: jüdische Nachbarnschaft in Bosnien und Herzegowina" gezeigt. Diese Ausstellung wurde von der ÖAW bzw. den IKT Mitarbeiter_innen Anisa Hasanhodžić und Rifet Rustemović im Rahmen des  im EU Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" finanzierten Projekts "After the traces of our neighbors: Jews in Bosnia and Herzegovina and the Holocaust" konzipiert und erstmals in 2015 in Sarajewo eröffnet. Die Ausstellung ist auch ins Englische übersetzt worden und online zu sehen.

Der kroatische Premierminister Herr Andrej Plenković hat die Ausstellung in Jasenovac besucht und sich mit Frau Hasanhodžić und Herr Rustemović darüber unterhalten. twitter