17.06.2021

Planet in der Krise

Herausforderungen und Chancen für kulturwissenschaftliche Forschung im 21. Jahrhundert

Copyright: Jonathan Ford, unsplash

Das Jahr 2020 hat mit den sich überlagernden Krisen/Ängsten eine grundlegende Verunsicherung in den kollektiven und individuellen Identitätsvorstellungen ausgelöst. Viren und Klimakatastrophen halten sich nicht an nationale oder kontinentale Grenzen, aber die Antworten auf die Bedrohungen werden dennoch sehr oft national und regional gesucht. Grenzschließungen, Reiseverbote, Angst vor Migration und Streben nach Immunisierung im engsten Umfeld führen zu einem neuen Partikularismus. Wissen wird durch „alternative Fakten“ konterkariert, die in neuen Inszenierungen – vor allem auch in den sozialen Medien – auftreten. 
Das 21. Jahrhundert scheint durch eine tiefgreifende Spaltung zwischen planetarischer, regionalen und subregionalen Identitätsentwürfen gekennzeichnet zu sein, zwischen denen eine kulturelle Übersetzung als Prozess des Aushandelns zunehmend schwieriger wird, was sich im politischen wie auch im philosophischen und literarischen Diskurs niederschlägt.

 

 

ReferentInnen:
Aleida Assmann, Rémi Brague, Christopher Clark, Otto Pfersmann, Michael Rössner, Verena Winiwarter
Moderation: Birgit Dalheimer

Die Veranstaltung wird via Live-Stream ausgestrahlt.
Datum: 17.6.2021
Zeit: 18:00
In Kooperation mit Ö1