Daten zur Erforschung der Musik in Österreich (DEMOS)

Das DEMOS-Portal (Daten zur Erforschung der Musik in Österreich) ist eine Quellen- und Materialsammlung zur österreichischen Musikgeschichte mit den Schwerpunkten „Wien“, „19. Jahrhundert“ und „1. Hälfte 20. Jahrhundert“. Es besteht mittlerweile aus mehreren Teildatenbanken, die seit 2013 öffentlich verfügbar sind.

Ziel des Projekts ist es, entsprechendes Quellenmaterial für die Erforschung der Musik in Österreich bereit zu stellen. Vorrangig ist hierbei an biographische Forschungen zu denken, jedoch nicht ausschließlich. Erster – abteilungsinterner – Anknüpfungspunkt für die Arbeit mit dem Portal ist das Oesterreichische Musiklexikon.
Seinen Ursprung hat das Portal zu einem Großteil in dem seit 1979 an der vormaligen Kommission für Musikforschung – nunmehr Abteilung Musikwissenschaft des IKM – angesiedelten und von der Stadt Wien geförderten Langzeitprojekt, das der detaillierten Auswertung bzw. Indizierung von (vornehmlich Wiener) Musik- und Theaterzeitschriften gewidmet war. Mittlerweile beschränkt sich DEMOS jedoch nicht mehr ausschließlich auf Zeitschriften, sondern umfasst auch Auswertungen von Constant von Wurzbachs Biographischem Lexikon des Kaiserthums Oesterreich (1856ff) und von Lehrerschematismen des 19. Jahrhunderts sowie Studierende der Musikwissenschaft auf Basis der Nationalien der Universität Wien. Einige der Datenbanken sind mit PDF-Dateien der Originalquellen gekoppelt. Der derzeitige Inhalt ist unter dem betreffenden Menüpunkt auf der DEMOS-Startseite ersichtlich. Eine Erweiterung des Datenbestandes ist in Planung.

Gesondert hervorzuheben ist die Teildatenbank „MGV Schwechat“, die das Repertoire des ehemaligen Männergesangvereins Schwechat auflistet. Anhand einer umfangreichen Programmsammlung und der Gedenkbücher des Vereins konnte im Jahr 2014 ein nahezu vollständiger Aufführungsspiegel für den Zeitraum von 1851 bis 1944 erstellt werden, der einen repräsentativen Überblick über Entwicklung und Schwerpunkte des Männergesangs in Österreich bietet. Dieses Teilprojekt wurde vom Land Niederösterreich gefördert, eine Publikation dazu ist in Vorbereitung.