Musikikonographie

Franz Luby, „Hausmusik“ (1956/58), Wohnhausanlage Kopenhagenhof, Schegargasse 13–15, 1190 Wien (Foto © Björn R. Tammen, Wien)

Arbeitsgruppenleitung
Dr. Björn R. Tammen

Darstellungen von Musik in der bildenden Kunst bereichern das Verständnis musikgeschichtlicher Prozesse auf einzigartige Weise. Dies gilt sowohl für die zur Anschauung gebrachten Realien, Musiziersituationen und Aufführungskontexte als auch die Formen symbolischer Sinngebung durch Musikmotive in je einmaligen Repräsentations- und Kommunikationszusammenhängen. Teilprojekte der Arbeitsgruppe Musikikonographie befassen sich mit den Bildzeugnissen des Mittelalters und der Renaissance (speziell Chorbücher) sowie der Kunst im öffentlichen Raum (Denkmäler, Kunst am Bau). Weitere Aktivitäten gelten der Koordination eines internationalen Forschungsnetzwerks sowie der Schriftleitung von Imago Musicae: International Yearbook of Musical Iconography. Künftige Forschungsperspektiven, die sich aus der Übernahme des Ikonographischen Archivs des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Innsbruck ergeben (ca. 4.300 Katalogisate, insbesondere Bildwerke aus der Zeit vor 1600), werden derzeit ausgelotet.