Konferenz der Music Encoding Initiative (MEI)

Die Music Encoding Initiative (MEI)

ist der Versuch, ein System für die Kodierung von Musikdokumenten mit einer maschinen-lesbaren Struktur zu definieren. Die erste Version von MEI wurde 1998 von Perry Roland entwickelt, als Vorbild diente ihm das TEI-Schema. MEI bringt Musikwissenschaftler verschiedener Forschungsbereiche aber auch IT-Spezialisten, Bibliothekare und Historiker zusammen, um eine möglichst große Bandbreite an Musikdokumenten und Strukturen in bestmöglicher Art und Weise beschreiben zu können. Das Ergebnis der Diskussionen spiegelt sich im MEI Schema wieder. Dieses open access XML-Schema bietet ein Regelwerk für die Auszeichnung physischer und musikalischer Charakteristika von Dokumenten mit Musiknotation. Das Schema wird durch die MEI Guidelines dokumentiert, die detaillierte Beschreibungen der Komponenten des MEI Modells und Vorschläge für die praktische Umsetzung liefern.

Die MEI Community

ist eine non-profit Organisation, deren Mitglieder Institutionen wie Universitäten, Bibliotheken, Wissenschaftsprojekte, Forschungseinrichtungen genau so sein können wie Individuen. Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz übernimmt die Rolle als Heiminstitution für die MEI Community. Im Februar 2014 wurde an der Mainzer Akademie die Arbeitsgruppe "Arbeitskreis Musikcodierung” ins Leben gerufen und von Prof. Kurt Gärtner (Obmann) betreut. Die Akademie stellt eigene Ressourcen für die Community zur Verfügung (administrativer Support, Räumlichkeiten für Tagungen, Meetings usw.). Im Dezember 2014 wurde das erste MEI Board (Vorstand) gewählt. Es wird von einem Team für die technischen Belange von MEI unterstützt. Die Mitgliedschaft in der MEI Community steht jedem offen, der sich mit den Zielen und dem Zweck von MEI identifizieren kann.

Die internationale MEI Conference (MEC)

findet alljährlich im Mai statt. Aus zahlreichen Bewerbern wählen die Mitglieder des MEI Boards die jeweilige Hostinstitution aus. Der Austragungsort wechselt zwischen Europa (2013 Mainz, 2015 Florenz, 2017 Tours, 2019 Wien) und Nordamerika (2014 Charlottesville, 2016 Montréal, 2018 Washington). An dem Treffen nehmen etwa 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil. Als Räumlichkeiten der Konferenz in Wien werden die Hörsäle des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Wien dienen (Universitätscampus AAKH). 

Präsentation der ÖAW Wien als Hostinstitution der MEC 2019 (Tours 2017).