Aktuelles aus der AG Digital Musicology

Dienstag, 30.01. - Mittwoch 31.01.2018

MerMEId-Workshop an der Königlichen Bibliothek Kopenhagen

An dem MEI-Metadata-Workshop des Danish Centre for Music Editing, angesiedelt an der Königlichen Bibliothek Kopenhagen, nahm neben MitarbeiterInnen der Norwegischen Nationalbibliothek und der Königlichen Bibliothek auch Clemens Gubsch als Vertreter der AG DigMus teil. Erörtert wurden Möglichkeiten, den MerMEId-Editor weiter zu entwickeln. Eine besondere Bedeutung spielten in diesem Zusammenhang die Erfahrungen, die im Wiener Editionsprojekt "Digitales Werkverzeichnis Anton Bruckner" bei der praktischen Arbeit mit MerMEId gemacht werden konnten.


04.12. - Mittwoch 06.12.2017

 

Workshop und Projektpräsentationen auf der Dha-Konferenz in Innsbruck

Die AG beteiligt sich mit einem Workshop zur Digitalen Musikedition mit MEI und drei Vorträgen zu Projekten der AG an dem heuer in Innsbruck stattfindenden Treffen der Initiative "Digitale Geisteswissenschaften in Österreich". Das Programm steht hier zur Verfügung.


Montag, 20.11.2017

MEI-Metadaten-Workshop an der Mainzer Akademie

Vom 7.–9. November 2017 veranstaltete das MEI-Board unter der Leitung von Johannes Kepper, Kristina Richts und Axel Teich Geertinger den ersten MEI-Metadaten-Workshop an der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Ziel des Workshops war es in drei Arbeitsgruppen eine Plattform zu schaffen, auf der sich die unterschiedlichen musikwissenschaftlichen Katalogisierungs- und Editionsprojekte über allgemeine Kodierungsstandards von Metadaten im MEI-Format verständigen sowie den Austausch zu Bibliothekssystemen gewährleisten zu können.

Gerade für das Digitale Werkverzeichnis Anton Bruckner (dWAB), das durch Clemens Gubsch vertreten wurde, bot sich somit die Gelegenheit in Austausch mit den zahlreichen Teilnehmern anderer Werkverzeichnis- und Gesamtausgabenprojekte zu treten und über die gewonnenen Erfahrungen zu berichten.

Neben der Einbindung von Normdaten (GND und VIAF) und der inhaltlichen Strukturierung von Quellenbeschreibungen konnten sich die Teilnehmer einerseits auf die Verwendung des FRBR-Modelles zur Strukturierung der Werkdaten und andererseits auf das MARC21-Format in weiten Teilen einigen. Da beide Standards bereits im Arbeitswerkzeug des dWABs, dem MerMEId-Editor, implementiert sind, werden für die Projektarbeit lediglich minimale Anpassungen notwendig sein, um den angestrebten internationalen Standard und den somit möglichen Datenaustausch garantieren zu können.

Insgesamt stellte der Workshop ein erstes Arbeitstreffen der neugegründeten Interessengruppe MEI-Metadaten dar, das in Zukunft und unter Zustimmung aller Teilnehmer in regelmäßigen Abständen wiederholt werden soll.

Clemens Gubsch


Donnerstag, 02.11.2017

Fortbildungen, Tagungen und Netzwerke der Arbeitsgruppe Digital Musicology

Das zweite Halbjahr 2017 steht bei der Arbeitsgruppe Digital Musicology ganz im Zeichen der Weiterbildung: Die MitarbeiterInnen nahmen im September an verschiedenen Konferenzen und Tagungen teil. Der Besuch der Edirom Summerschool von Clemens Gubsch, Paul Gulewycz und Desiree Mayer an der Universität Paderborn 2017 diente einerseits der Fortbildung in XML, Javascript und XSLT und andererseits der Vernetzung vor Ort mit anderen Projekten und deren Fragestellungen. Die TeilnehmerInnen präsentierten außerdem vier Digital Musicology-Projekte der AG bei der heurigen Postersession. Paul Gulewycz nimmt mit Beginn des Wintersemesters am Masterstudiengang Digital Humanities am Zentrum für Informationsmodellierung der Universität Graz teil. Zudem werden im Dezember Mitarbeiter der AG einen Python-Programmierkurs des WIFI-Wien besuchen.

Agnes Seipelt und Robert Klugseder stellten bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung 2017 in Kassel die Arbeitsgruppe Digital Musicology der ÖAW vor – ein wichtiger Beitrag vor der Fachcommunity, die seit dieser Tagung auch innerhalb der GfM mit einer eigenen Fachgruppe vertreten ist.

Auch bei der diesjährigen Digital Humanities Austria-Konferenz in Innsbruck (DHa) im Dezember werden verschiedene Projekte der Arbeitsgruppe Digital Musicology mit Präsentationen und Workshops vertreten sein. Dabei werden Workshops nicht nur von MitarbeiterInnen der Arbeitsgruppe gehalten, sondern auch besucht: Innerhalb der Arbeitsgruppe und der Fachwelt findet somit ein stetiger Austausch statt.

Fortbildungen und Schulungen im Umgang mit digitalen Werkzeugen, wie z.B. Programmiersprachen sind im Verständnis der Arbeitsgruppe elementarer Bestandteil der Tätigkeit als Digital Musicologists. Dieses wissenschaftliche Feld vereint die Arbeitstechniken der Musikwissenschaft sowie die Nutzung und Erweiterung digitaler Werkzeuge für die eigene Fragestellung, Methode und Herangehensweise. Innerhalb der Projekte werden daher stets aktuelle Werkzeuge erprobt, wie z.B. die automatisierte Erkennung von Text und Musik durch Optical Handwritten Text und Notation Recognition in den digitalisierten mittelalterlichen Musikhandschriften in österreichischen Bibliotheken. Bei der Transkribus User Conference, die Anfang November in Wien stattfand, informierte sich Robert Klugseder über die neuesten Entwicklungen in diesem Forschungsbereich. Die Arbeitsgruppe kooperiert außerdem mit namhaften, internationalen Institutionen, Programmen und Projekten, wie u.a. der Music Encoding Initiative, RISM, der Königlichen Bibliothek Kopenhagen, Verovio, dem Zentrum für Informationsmodellierung der Universität Graz, dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien und dem Zentrum Musik – Edition – Medien in Paderborn.

Die Projekte der Arbeitsgruppe Digital Musicology finden auch immer wieder ein mediales Echo: So wurde zuletzt im Heft 3 des Jahrgangs 2017 der Zeitschrift „Die Musikforschung“ über den Start zweier neuer Forschungsprojekte an der ÖAW berichtet. Mit dem Digitalen Werkverzeichnis Anton Bruckner (dWAB) und der Digitalen Musikanalyse mit den Techniken der Music Encoding Initiative (MEI) am Beispiel der Kompositionsstudien Anton Bruckners handelt es sich um zwei Projekte, die das Schaffen des österreichischen Komponisten zum Gegenstand haben. Das erstgenannte Projekt erstellt eine digital erscheinende Neubearbeitung des Werkverzeichnisses, während das zweite Projekt Bruckners sogenanntes „Kitzler-Studienbuch“ zu Analysezwecken digitalisiert und codiert.

Dieses Studienbuch wurde auch beim Forschungstag der Österreichischen Nationalbibliothek am 19.10.2017 von Thomas Leibnitz und Robert Klugseder im Zusammenhang mit dem ÖAW-Go!Digital-Projekt präsentiert. Mit vor Ort war auch der ORF, der in der Sendung „Wien heute“ vom selben Tag einen kleinen Beitrag über Bruckners Studienbuch sendete. Im Anschluss wurden die beiden Experten vom ORF-Redakteur Georg Holzer interviewt und über die Besonderheiten des Studienbuchs befragt.

Die beiden Projekte zu Bruckner sind aber nur ein Teil der Digital Musicology-Projekte am IKM. Mit der Digitalisierung und Dokumentation von 800 Musikhandschriften und -drucken zwischen 1780 bis 1920 des Musikarchivs der Pfarre Spitz an der Donau über die Transkription mittelalterlicher Libri Ordinarii im CANTUS Network-Projekt bis zur digitalen Edition der Werke des Wiener Hoforganisten und Komponisten Wenzel Raimund Birck und der Katalogisierung mittelalterlicher Musikhandschriften in österreichischen Bibliotheken, realisiert die Arbeitsgruppe Forschungsprojekte aus den verschiedensten Epochen der Musikgeschichte.

Desiree Mayer