Mission Statement

Das Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM) ging mit 1. Jänner 2013 aus der Kommission für Kunstgeschichte und der Kommission für Musikforschung hervor. Die Direktion übernahmen 2013–2017 zwei langjährige Mitarbeiter der ÖAW – der Kunsthistoriker Doz. Dr. Werner Telesko als Direktor und die Musikwissenschaftlerin Doz. Dr. Barbara Boisits als seine Stellvertreterin. Zwischen April und Dezember 2017 war Dr. Elisabeth Hilscher als zweite stellvertretende Direktorin tätig. Seit 1. Jänner 2018 liegt die interimistische Leitung des IKM bei Doz. Dr. Barbara Boisits als Direktorin und Doz. Dr. Herbert Karner als ihrem Stellvertreter. Beide fungieren auch als Abteilungsleiter ihrer jeweiligen Fachrichtung und leiten eine Arbeitsgruppe des Instituts.

Bereits in der Vergangenheit haben beide Forschungseinrichtungen im Rahmen des Zentrums Kulturforschungen sehr erfolgreich gemeinsame Projekte zur Geschichte von bildender Kunst und Musik in Österreich und Zentraleuropa unter dem Fokus ihrer europäischen Vernetzung durchgeführt. An dieser Stelle setzt die Arbeit des neuen Instituts an, um inhaltliche Synergien in Richtung einer inter- und transdisziplinären Grundlagenforschung auszubauen und als Schwerpunkte zu etablieren. Viele Forschungsvorhaben sind abteilungsübergreifend (u. a. zur Repräsentationsforschung und Wissenschaftsgeschichte) formuliert – unter Wahrung der methodischen Kernkompetenzen der beiden Disziplinen Kunstgeschichte und Musikwissenschaft. Daneben werden fachspezifische Großprojekte fortgeführt – etwa die Publikationsreihen zur Wiener Hofburg und zur mittelalterlichen Glasmalerei, die Editions- und Dokumentationsunternehmungen zu mittelalterlichen Musik- und Liturgiequellen und zu einigen der bedeutendsten österreichischen Komponisten (Johann Joseph Fux, Anton Bruckner, Wiener Arbeitsstellen der Gesamtausgaben von Franz Schubert, Johannes Brahms und Anton Webern) sowie die Onlineversion des Oesterreichischen Musiklexikons.

Durch die Implementierung innovativer methodischer Ansätze (z. B. der Digital Humanities) und durch die Weiterführung langfristiger Projekte zur Wahrung und Interpretation des kulturellen Erbes unter besonderer Berücksichtigung europäischer Identitäten bekennt sich das neue Institut nachdrücklich zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten der ÖAW, wie sie in der Leistungsvereinbarung 2015–2017 festgelegt wurden.