Kurzbiographie

Pei-Lin Chiou erhielt ihren ersten Master-Abschluss in Religionswissenschaften von der Chengchi-Nationaluniversität in Taiwan. Von 2009 bis 2014 studierte sie Indologie an der Universität Heidelberg und erhielt dort ihren zweiten Master-Abschluss. Derzeit arbeitet sie an ihrem Dissertationsprojekt unter der Leitung von Birgit Kellner.

Pei-Lin Chiou's Forschungsschwerpunkte sind indische und tibetisch-buddhistische Philosophien, insbesondere Epistemologien, die sich auf die buddhistische Soteriologie beziehen. Ihre an der Universität Heidelberg eingereichte Magisterarbeit beschäftigt sich mit Kamalaśīlas (buddhistischer Philosoph des achten Jahrhunderts) Yogācāra-Madhyamaka Darstellung des analytischen Aspekts der buddhistischen meditativen Praxis, nämlich der vipaśyanā Meditation, die in seinen Bhāvanākramas zu finden ist. Der Fokus ihres Promotionsvorhabens liegt darauf, weiter zu untersuchen, wie Kamalaśīla Yogācāra-Ideen, Madhyamaka-Theorien und das buddhistische logisch-epistemologische Konzept der yogischen Erkenntnis (yogijñāna) integriert, um seine Lehre vom Weg zur nicht-konzeptionellen Gnosis (nirvikalpajñāna) zu schaffen, welche einen großen Einfluss auf den tibetischen Buddhismus ausübte. Die Grundlage dafür bildet das Studium seiner Avikalpapraveśadhāraṇīṭīkā.

Ihre Tätigkeit am Institut begann Pei-Lin Chiou im Mai 2016. Sie gehört der Arbeitsgruppe "Buddhismuskunde" an und ist auch Herausgeberin der Online-Datenbank "Epistemology and Argumentation in South Asia and Tibet (EAST)". Derzeit forscht sie im Rahmen des vom FWF geförderten Projekts "Rationalität, Meditation und Erlösung im Buddhismus“.