Dieses Projekt untersucht die Frühgeschichte und das Verständnis der Śrīvaiṣṇava-Theologie, wie sie in den Werken Veṅkaṭanāthas zu sehen ist.

Insbesondere beinhaltet das Projekt eine Studie über die Dialektik der widersprüchlichen Epistemologien und Weltanschauungen von Pūrva Mīmāṃsā und Viśiṣṭādvaita Vedānta, wie sie in Veṅkaṭanāthas Seśvaramīmāṃsā (SM) dargestellt sind. Wie kann Veṅkaṭanātha beispielsweise gleichzeitig dem Atheismus der Mīmāṃsā und der Viṣṇu-Hingabe des Viśiṣṭādvaita treu bleiben? Wie kann er die Behauptung der Mīmāṃsā, dass die Heiligen Texte zuverlässig sind, soweit sie keinen Autor haben, mit der Behauptung des Viśiṣṭādvaita in Einklang bringen, dass die Heiligen Texte von Viṣṇu verfasst wurden? Wie kann er den Konflikt zwischen dem Mīmāṃsā-Glauben an die Beständigkeit der Welt mit der theistischen Schilderung ihrer Entstehung erklären? Das Forschungsprojekt untersucht die Art und Weise, in der Veṅkaṭanātha diese widersprüchlichen Behauptungen harmonisierte, indem er einige neu interpretierte und andere hierarchisch organisierte. Zu diesem Zweck wird der Text von SM 1 (der epistemologische Teil der SM, der etwa zwei Drittel des gesamten Werkes ausmacht) übersetzt und die Edition dieses Werkes mit Hilfe einer Reihe von unveröffentlichten Manuskripten, die sich in der Government Oriental Manuscripts Library und der Adyar Library in Chennai und in der Library of the Oriental Institute in Mysore befinden, sowie mittels paralleler Passagen in anderen Texten Veṅkaṭanāthas, verbessert.

Veröffentlichungen


Siehe die detaillierte Publikationsliste von E. Freschi. Für Aktuelles über das Projekt siehe E. Freschis blog.

Projektdaten