Der nur in Chinesisch erhaltene Text des *Upāyahṛdaya (Fang-pien hsin-lun) wurde 1929 von Giuseppe Tucci ins Sanskrit rückübersetzt. Weder über den Titel noch über das Original des Textes sind genauere Angaben überliefert. Sowohl Tucci als auch die wissenschaftliche Gemeinschaft gingen davon aus, dass es sich bei dem Werk um eine chinesische Übersetzung eines verloren gegangenen Sanskrit-Originals handelte. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen lassen an dieser Theorie Zweifel aufkommen, die aber bis heute ebenso wenig bewiesen werden konnten. Die erstmalige Übersetzung des Werkes ins Englische durch Prof. Brendan Gillon, Montreal, in Kooperation mit Prof. Shoryu Katsura, Kyoto, soll am Institut unter besonderer Berücksichtigung inhaltlicher Kriterien mit Anmerkungen zu Parallelen in anderen frühen logischen Abhandlungen versehen werden. Damit erschließt sich der wissenschaftlichen Öffentlichkeit eine neue Diskussionsgrundlage, um die Originalität und Herkunft dieses frühen buddhistischen dialektisch-logischen Traktates zu beurteilen.

Publikation

Brendan Gillon / Shoryu Katsura, English Translation of the *Upāyahṛdaya (pt. 1). Journal of Indian and Tibetan Studies (Indogaku Chibettogaku Kenkyu) 20 (2016) 195–232.

Projektdaten


  • Leitung:
    Ernst Prets
  • Bearbeitung:
    Brendan Gillon (Montreal), Shoryu Katsura (Kyoto)
  • Fach:
    Buddhismuskunde
  • Laufzeit:
    2006–2016
  • Finanzierung: FWF