Herrschaft, Loyalitäten und Verwaltung in imperialen Grenzregionen, 1800-1900

Bosnien und Serbien im Vergleich


Im Mittelpunkt dieses vom FWF geförderten Projektes stehen Menschen. Menschen, die im Laufe von drei bis vier Generationen wechselnde Herrschaften, Loyalitäten und Verwaltungen erlebten und deren Alltagserfahrungen sich durch den Wandel von Staatlichkeit mehr oder weniger radikal veränderten. Es geht um Herrschende und Beherrschte und um das Verhältnis zwischen diesen beiden durchlässigen Bevölkerungsschichten in imperialen Grenzregionen (imperial borderlands) – in diesem Fall um Bosnien und Serbien im 19. Jahrhundert.

Es werden vergleichend Fragen nach dem Funktionieren von „alten“ Imperien (Osmanisches Reich und Habsburgermonarchie) und „jungen“ Nationalstaaten (Serbien) anhand konkreter Ereignisse vor Ort gestellt. Im Sinne der Internationalen Geschichte kommen lokale, regionale, „nationale“, imperiale und internationale Akteure in ihrem Zusammenspiel und ihrer gegenseitigen Beeinflussung zu Wort. Dazu werden osmanische, habsburgische, serbische und bosnische Quellen befragt.

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