Do, 11.11. – 13.11.2021

Was war die Habsburgermonarchie?

Tagung

Bildausschnitt aus: „Habsburger Pfau“ mit den Wappen der Herrschaften des Hauses Habsburg, 1555 (c) Wikipedia

Was war die Habsburgermonarchie? Und was tun Historikerinnen und Historiker, wenn sie sich mit deren Geschichte beschäftigen? Diese fundamentalen Fragen greift die Tagung "Was war die Habsburgermonarchie? 16.-20. Jahrhundert" / "What was the Habsburg Monarchy? 16th-20th centuries" auf. Beabsichtigt ist, ein Forum zu bieten, in dem neueste Erkenntnisse zum Gesamtgefüge der Habsburgermonarchie über Epochengrenzen und Fachgebiete hinaus in einem großen Kontext diskutiert werden.

Trotz aller in den letzten Jahren vorgelegten innovativen Einzelstudien existiert kein Konsens über das staatliche Konzept, das gemeinhin mit dem Begriff „Habsburgermonarchie“ bezeichnet wird. Um die verschiedenen Erzählstränge angesichts aktueller geschichtswissenschaftlicher Diskurse über politische Großräume im internationalen Umfeld auf den Prüfstand zu stellen, liegt eine Bestandsaufnahme und kritisch-reflexive Inventur der Interpretationsweisen, Begriffe und Forschungskonzepte nahe, mit denen an die Geschichte der Habsburgermonarchie als einer vom 16. bis 20. Jahrhundert bestehenden politisch-sozialen Ordnung herangegangen wird. Denn ob die Habsburgermonarchie in den unterschiedlichen Zeiträumen ihrer Existenz als eine dynastische Machtakkumulation des Hauses Österreich, eine monarchische Union von Ständestaaten, als eine föderale Ordnung, eine zusammengesetzte Monarchie (composite monarchy), ein fiscal-military state, eine Großmacht im europäischen Mächtekonzert, als ein Imperium/empire, ein Einheitsstaat, eine Doppelmonarchie oder ein failed state – um nur einige Interpretationen zu nennen – eingeordnet wird, führt zu jeweils anderen Fragestellungen und hat eine jeweils unterschiedliche Gewichtung der Faktoren innere Verfasstheit, außenpolitische Machtambitionen, Zentrum-Peripherie-Relationen sowie Zäsuren und Kontinuitäten zur Folge.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen somit Fragen nach der Verfasstheit und den Kohäsionskräften der Habsburgermonarchie (und ihrer Subsysteme), nach Staatlichkeit, Herrschaft, Repräsentation und Partizipation, Wahrnehmung durch die Zeitgenossen sowie letztlich auch nach Identitäten.

Informationen

 

Termin:
Donnerstag, 11. bis
Samstag, 13. November 2021

Ort:
Online via Zoom

Kontakt und Anmeldung:
Ulrike Rack
T: +43 1 51581-7301

Wir bitten um Anmeldung bis spätestens
9. November 2021.

Der Zoom-Link wird allen angemeldeten Personen am 10. November 2021 zugeschickt.