Der im Jahr 2015 publizierte 5. Alpenzustandsbericht (RSA V) behandelte das Thema „Demographie“. Der Bericht beinhaltete eine Studie zur Migration innerhalb des Alpenkonventionsgebiets in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts, die auf den jährlichen Zu- und Abwanderungsdaten aller Alpengemeinden beruhte (Bender 2015) und einen inhaltlichen Schwerunkt auf die „New Highlanders“ legte (vgl. Bender & Kanitscheider 2012).

Das aktuelle Update hat zum Ziel, eine erweiterte Datenbasis für die Jahre 2002–2021 zu schaffen und auszuwerten und dabei zusätzlich zur Migration weitere Bereiche der räumlichen Mobilität (Pendeln, Zweitwohnsitze, Tourismus) abzudecken. Das Projekt beruht auf einem Kooperationsvertrag des IGF mit der Universität Turin, der sich weitere internationale Partner anschließen können. Es wird vom der Alpenkonferenz, speziell der italienischen Präsidentschaft, den Vertragsstaaten und dem Permanenten Sekretariat unterstützt. Die Daten werden von den nationalen Statistikbüros der Vertragsstaaten zur Verfügung gestellt. Ein erster Zwischenbericht liegt hier vor (Membretti, Bender et al. 2025).

Literatur:

Bender, O. 2015: Study on immigration to and emigration from the Alps with respect to the ‘new highlanders’. In: Permanent Secretariat of the Alpine Convention (ed.), Demographic Changes in the Alps. Report on the State of the Alps. (= Alpine Signals, Special Edition 5). Innsbruck: Alpine Convention, pp. 56–60.

Bender, O., Kanitscheider, S. 2012: New Immigration into the European Alps: Emerging Research Issues. In: Mountain Research and Development 32 (2), pp. 235–241. DOI: 10.1659/MRD-JOURNAL-D-12-00030.1

Membretti, A., Bender, O., et al. (eds.) 2025: Demographic scenarios, residential mobility and impacts of climate change in the Alps. Intermediate report focusing on the Italian and, partly, Austrian Alps. ISTAT u.a. Roma. https://www.istat.it/en/news/demographic-scenarios-residential-mobility-and-impactsof-climate-change-in-the-alps/

Oliver Bender


Laufzeit:
2024–2029

Kooperationspartner vertraglich:
University of Turin, Department of Cultures, Politics and Society