VII.

 Herrschaft
und
Identität

WittgensteinProjekt 2005-2010

 

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Koordinatoren: Walter Pohl, Helmut Reimitz
 
Das Vorhaben einer internationalen Projektgruppe unter Schirmherrschaft der ÖAW, unterschiedliche Forschungsansätze und nationale Schulen der Erforschung staatlicher Integration zusammenzuführen, kann mit den Mitteln des Wittgenstein-Preises fortgesetzt werden. Ethnische Prozesse fanden unter sehr unterschiedlichen machtpolitischen Voraussetzungen statt. Untersucht werden sollen vor allem der Zusammenhang von ethnischer Identität und staatlicher Herrschaft im christlichen Europa. Das komplexe Verhältnis von ‚Volk’ und ‚Staat’ ist ein Kernproblem der frühen Geschichte der europäischen Nationsentwicklung.
 
Ziele:

Band der Forschungsreihe
Staat im frühen Mittelalter (Wien 2006)

Der frühmittelalterliche Staat – europäische Perspektiven (Wien 2010)
 

Symposion
Staat und Staatlichkeit im europäischen Frühmittelalter, 500-1050 – Grundlagen, Grenzen, Entwicklungen 
(State in Early Medieval Europe, 500 -1050 – Foundations, Limits, Developments
L’état en Occident au Haut Moyen Âge, 500 -1050 –
Fondements, Limites, Développements)

Termin: 18.-21.9.2007
Ort: Wien
 

Das Symposion stellt nicht die terminologische Frage (Staat oder Nicht-Staat?) in den Mittelpunkt; vielmehr soll der Befund diskutiert werden, der dann verschiedene terminologische Entscheidungen ermöglicht. Vor allem soll überprüft werden, welche Formen und Mittel ‚staatlicher‘ Integration und welche Vorstellungen von einem staatlichen Zusammenhang sich feststellen lassen, wie diese sich in den einzelnen Regionen und Reichen unterscheiden und wie sie sich von der Spätantike bis in die Mitte des 11. Jahrhunderts entwickeln. Andererseits sollen Kriterien und Elemente der Organisation des ‚großen Raumes‘ in ihren Intentionen und ihrer Wirksamkeit (oder auch ihrer mangelnden Wirksamkeit) analysiert werden. Dabei kann selbstverständlich keine Vollständigkeit angestrebt werden, wohl aber eine methodische Diskussion darüber, was einzelne Zugänge für die Debatte um den frühmittelalterlichen Staat zu leisten vermögen. mehr...

Herrschaftsformen und Identitätsbildung in Mitteleuropa (5. - 15. Jh.)

Koordination: Helmut Reimitz, Pavlina Rychterová (Zentrum für mediävistische Studien am Philosophischen Institut der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik), Martin Wihoda (Institut für Geschichte der Philosophischen Fakultät der Universität Brno)

In gemeinsamen und komplementären Forschungsprojekten sowie einer Serie von Workshops soll in Kooperation mit dem Zentrum für mediävistische Studien in Prag und dem Institut für Geschichte der Universität Brno die Rolle der Christianisierung als dynamischer Faktor der ethnischen Organisation von Gesellschaft im mittelalterlichen Mitteleuropa untersucht werden. Schwerpunkte der ersten Phase der Zusammenarbeit werden auf einer vergleichenden Untersuchung des Transfers und der Transformation sozialer Modelle zur Formierung politischer Identitäten in der hagiographischen Literatur, den Formen herrschaftlicher Repräsentation sowie in der Ausbildung von Recht und Gerichtsbarkeit liegen.

Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit sollen im Rahmen einer internationalen Tagung vorgestellt werden. Der erste gemeinsame Workshop fand am 5. Mai 2006 in Wien statt.  Programm...