17.12.2020

Josef Aschbacher ist neuer ESA-Chef

Das Grazer Weltrauminstitut gratuliert dem Österreicher

© ESA

Wie die Europäische Weltraumorganisation ESA soeben bekannt gegeben hat, wurde in der heutigen Sitzung des ESA-Rates in Paris der Österreicher Josef Aschbacher zum neuen Generaldirektor gewählt. Aschbacher, seit 2016 ESA-Direktor für Erdbeobachtung, folgt in diesem Amt Jan Wörner nach.

Der aus Tirol stammende Geophysiker wurde von der schwedischen ESA-Ratsvorsitzenden Anna Rathsman als einziger Kandidat zur heutigen Abstimmung vorgeschlagen. Bei einem Hearing hatte sich Aschbacher klar gegen seine Mitbewerber aus Spanien und Norwegen durchgesetzt.

Das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gratuliert Aschbacher ganz herzlich. „Nach 40 Jahren kommt der ESA-Chef erstmals wieder aus einem kleinen Land“, freut sich IWF-Direktor Wolfgang Baumjohann. Zuvor kamen die ESA-Chefs aus den großen Mitgliedstaaten Frankreich, Italien, Großbritannien und zuletzt wieder Deutschland, nur einmal – 1980 bis 1984 – war mit Dänemark ein kleineres Land vertreten.

Österreich im Weltraum

Für Baumjohann bestätigt diese Wahl auch die Bedeutung Österreichs im europäischen Weltraumsektor. Das Grazer Weltrauminstitut ist seit rund 40 Jahren verlässlicher Partner der ESA und an den meisten Wissenschaftsmissionen beteiligt. „Aktuell fliegen wir mit BepiColombo zu Merkur, erforschen mit CHEOPS Exoplaneten, umkreisen mit Cluster bereits seit 20 Jahren unsere Erde und sind mit Solar Orbiter unterwegs zur Sonne.“ Für die Jupiter-Mission JUICE wurde gerade das Fluginstrument abgeliefert.

Der neue Generaldirektor wird seinen Job im Juli 2021 antreten.

 

Abbildung
Neuer ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher
Download, © ESA

Kontakt
Prof. Wolfgang Baumjohann
M +43 664 38 65 347
baumjohann(at)oeaw.ac.at

 

IWF-Presseaussendung