FRIEDRICH III. (1440-1493)

 


Die Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440-1493) erfassen alle Urkunden und Briefe dieses Herrschers, der aufgrund seiner langen Regierungszeit das 15. Jahrhundert entscheidend prägte. Die Bearbeitung erfolgt als gemeinsames interakademisches Projekt mit den Friedrich III.- Arbeitsstellen an der Mainzer Akademie und an der Berlin-Brandenburgischen Akademie.

Die lange Regierung Friedrichs III. hat infolge der Intensivierung der Verschriftlichungsprozesse im Spätmittelalter zu einer enormen Schriftgutüberlieferung geführt. Die geschätzten 50.000 Urkunden werden daher nicht chronologisch, sondern nach dem Provenienzprinzip - geordnet nach Archiven und Bibliotheken - bearbeitet und publiziert, um in kurzer Abfolge Ergebnisse vorzulegen. Während des nunmehr seit über dreißig Jahren laufenden Vorhabens unter Leitung von Heinrich Koller (†), Paul-Joachim Heinig, Alois Niederstätter und (seit 2012) Christian Lackner konnten rund 10.500 Urkunden in 31 Bänden publiziert werden. Eine chronologische Präsentation der Regesten erfolgt auf RI-Online in der Regestendatenbank [in der Urkunden-Datenbank Friedrich III.] der RI-Online.

Die Wiener Arbeitsstelle bearbeitet seit 1995 die Bestände des Haus-, Hof- und Staatsarchivs (HHStA) in Wien (Bestände: Allgemeine Urkundenreihe, Familienurkunden, Urkundenabschriften), das als Ausstellerarchiv sowohl Reichsangelegenheiten als auch landesfürstliche Betreffe umfasst und daher eine überaus breit gestreute inhaltliche Vielfalt bietet. Für die gesamte Regierungszeit Friedrichs III. werden insgesamt neun Regestenbände erarbeitet (mit ca. 2.800 Regesten), davon sind sechs Bände bereits erschienen (Jahre 1440-1475 und 1483-1488). Der Abschluss der Bearbeitung der Bestände des HHStA Wien ist bis 2019 geplant.

Bis zur Verstetigung einer Mitarbeiterstelle an der ÖAW für die Regesten Kaiser Friedrichs III. im Jahr 2012 (Dr. Kornelia Holzner-Tobisch) erfolgte in Wien die Erarbeitung der Regesten im Rahmen von inhaltlich fokussierten FWF-Projekten.