Spuren lesbar machen im NS-Zwangsarbeitslager Roggendorf/Pulkau

Labor zu Kunst, Partizipation und digitalen Räumen

Der Granitsteinbruch in Roggendorf/Pulkau war ein früher Industriestandort, der Arbeitsplätze in eine strukturschwache Region brachte. Während der NS-Zeit wurden hier ab 1941 sowjetrussische Kriegsgefangene, polnische und ukrainische „Ostarbeiter“ und ab November 1944 jüdische Verschleppte aus Ungarn zur Zwangsarbeit eingesetzt. Heute sind nur noch wenige Spuren des NS-Zwangslagers sichtbar. Die Geschichte des Ortes ist beinahe in Vergessenheit geraten.

Das Projekt Spuren lesbar machen im NS-Zwangsarbeitslager Roggendorf/Pulkau möchte die Geschichte dieses Ortes wieder sichtbar machen. Wir erforschen gemeinsam mit den Bürger:innen die Geschichte des Granitsteinbruchs in Roggendorf/Pulkau und stellen sie im digitalen Raum aus. Zwei Künstlerinnen arbeiten mit neuen, digitalen Mitteln an der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Ort und erproben so neue künstlerische Formate des Lesbarmachens von vergessenen Orten mit belasteter Geschichte.

Weitere Informationen: https://www.spurenlesbarmachen.at



Projektmitarbeit: Heidemarie Uhl

Finanzierung: BMKKÖS, Land NÖ

Kooperationspartner: Donau Universität für Weiterbildung Krems | FH St. Pölten | Institut für Jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten | IKT – Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW | Verein OpenGLAM.at (Projektkoordination)

Projektpartner: Stadtgemeinde Pulkau | Kulturverein Bildung hat Wert, Pulkau | Krahuletz Museum, Eggenburg | Museum Horn | Museum Retz | Bundesdenkmalamt | erinnern.at | Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten | Universität Graz, Centrum für jüdische Studien | Universität Wien, Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie

Projektdauer: 1.1.2022-31.12.2022

Foto: (c) Ferdinand Melichar