Forschung im Nationalsozialismus

Akademien und Institutionen in Wien und Prag

Der „Anschluss“ 1938 zog nicht nur für die Akademie der Wissenschaften in Wien, sondern auch für die Akademien des „Altreiches“ einschneidende Konsequenzen nach sich zog. Ihre Akademiesatzungen wurden nach Wiener Vorbild umgestaltet und vereinheitlicht. Umgekehrt entfaltete sich durch die „Verreichlichung“ von Wissenschaft und Forschung eine Dynamik der nachhaltigen „Provinzialisierung“ der „Ostmark“-Forschung: Ziel dieses Projektes ist es, durch zu untersuchen, wie sich der „Anschluss“ (1938) und die Zerschlagung der Tschechoslowakei (1939) auf die NS-Forschungspolitik sowie die institutionalisierte Forschung in Österreich und im Protektorat Böhmen und Mähren auswirkten und wie mit der neuen Konkurrenz verfahren wurde.



Kernteam:  Johannes Feichtinger (ÖAW); Martin Franc (Masaryk Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik); Siegfried Göllner (ÖAW); Vlasta Mádlová (Masaryk Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik); Michal Šimůnek (Institut für Zeitgeschichte der Akademie der  Wissenschaften der Tschechischen Republik); Heidemarie Uhl (ÖAW)

Foto: Akademie der Wissenschaften in Wien, (c) ÖAW