04/26/2016

Maria Theresia lässt sich porträtieren

Unter dem Motto „Kaiserinnen im Porträt und Komponisten im Netz“ präsentierte das Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM) bei der diesjährigen Langen Nacht der Forschung am 22. April 2016 drei seiner zahlreichen Projekte im Forschungszelt auf dem Wiener Heldenplatz.

Das Forschungsprojekt zu Herrscherrepräsentation unter Maria Theresia hatte ein besonderes Kinderprogramm vorbereitet: Projektmitarbeiterin Sandra Hertel schlüpfte in ein Kostüm des 18. Jahrhunderts aus dem Kindermuseum Schönbrunn und stand den Kindern als Kaiserin Maria Theresia einen Abend lang Modell. Zum Dank für die Porträts wurden alle Kinder zu Hofmalern ernannt und erhielten eine Urkunde mit kaiserlichem Wappen und Unterschrift.

Das Team des Projektes zu mittelalterlicher und neuzeitlicher Glasmalerei in Österreich konnte einen Sensationsfund vorstellen: Bei archäologischen Grabungen in der steirischen Kirche St. Jakob auf der Frauenburg (Bez. Judenburg) war die Forschungsgruppe FIALE 2015 auf zwei kleine Scherben gestoßen, die sich nun dank der Expertise von Christina Wais-Wolf und Günther Buchinger (beide ÖAW) als die ältesten Fragmente eines bemalten Glasfensters in der Steiermark bestimmen ließen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Musikwissenschaft erläuterten ihre Arbeitsweise bei der Erstellung von Gesamtausgaben am Beispiel von Johann Joseph Fux, Franz Schubert, Johannes Brahms und Anton Webern. Im Zentrum stand dabei die Plattform Schubert online, bei der es sich um die weltweit größte digitale Schubert-Sammlung handelt.