Tue, 08.10.2019. 17:00

Wie man eine Buddhahalle in einen Shintō-Schrein umwandelt

Vortrag von Ursula Flache

Itsukushima Schrein, Miyajima. Foto © Ursula Flache, 2019.

Die Durchführung von shinbutsu bunri auf der Insel Miyajima

Thema

Im Jahr 1868 erließ die Meiji-Regierung in Japan eine Reihe von Anordnungen, die auf die Trennung von Shintō und Buddhismus – auf Japanisch shinbutsu bunri – abzielten. In diesem Vortrag werden die konkreten Folgen dieser Maßnahme für die religiöse Landschaft auf der Insel Miyajima (Präfektur Hiroshima) vorgestellt, wobei der Fokus auf den Veränderungen an den Gebäuden liegt. Als Grundlage für die Fallstudie dienen zwei Edo-zeitliche Topographien sowie eine Reihe von Meiji-zeitlichen Reiseführern, deren Vergleich sowohl eine Rekonstruktion des Zustands vor der Trennung als auch einen Einblick in die Durchführungspraxis ermöglicht. Zur Bandbreite der Veränderungen zählen unter anderem der Abriss von Gebäuden, ihre Shintōisierung oder die Umwidmung zu einer völlig anderen Verwendung.

Vortragende

Ursula Flache ist Fachreferentin für Japan an der Staatsbibliothek zu Berlin-PK. Sie promovierte 2018 an der Universität Tübingen mit dem Thema Die Insel Miyajima und shinbutsu bunri – eine Fallstudie mit dem Schwerpunkt der baulichen Veränderungen während der Trennung von Shintō und Buddhismus im Spiegel Meiji-zeitlicher Reiseführer. Ihre Doktorarbeit ist zugänglich im open access unter: http://dx.doi.org/10.15496/publikation-26029. Das Forschungsergebnis ist zusätzlich visualisiert in einer elektronischen Landkarte (WebGIS-Anwendung entwickelt vom eScience-Center der Universität Tübingen): https://escience-center.uni-tuebingen.de/escience/miyajima/.

Information

 

Datum:
Dienstag, 8. Oktober 2019, 17:00-18:30

Ort:
Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens, Seminarraum 2.25, 2. Stock
Hollandstr. 11-13, 1020 Wien

Organisation:
Stefan Köck