01/07/2019

Nuno Maulide ist Wissenschafter des Jahres

Für die Vermittlung neuer Erkenntnisse aus der chemischen Forschung wurde Nuno Maulide, Wissenschaftler an der Universität Wien und der ÖAW, mit der bekannten Auszeichnung geehrt.

Der Chemiker Nuno Maulide wurde zum Wissenschafter des Jahres 2018 gewählt. Mit dieser Auszeichnung würdigt der Klub der Bildungs- und WissenschaftsjournalistInnen Österreichs die Vermittlungsarbeit des Experten auf dem Gebiet der Organischen Synthese. Maulide forscht zusätzlich zu seiner Professur an der Universität Wien auch am Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und ist seit dem Vorjahr Mitglied der Akademie.

Steile Laufbahn

Nach dem Grundstudium in Lissabon machte Maulide an der Katholischen Universität Löwen (Belgien) und der Ecole Polytechnique Paris seinen Master in Chemie und schloss 2007 in Löwen sein PhD-Studium ab. Nach einer weiteren Station am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mühlheim (Nordrhein-Westfalen) ist Maulide im Jahr 2013 mit einem hochdotierten „Starting Grant“ des Europäischen Forschungsrat (ERC) als Professor an die Universität Wien gewechselt.

Am ÖAW-Forschungszentrum für Molekulare Medizin CeMM forscht er seit Herbst 2018 als "Adjunct Principal Investigator" auch an der stereoselektiven Synthese von organischen Verbindungen und der Entwicklung von neuen Synthesemethoden und ist in dieser Funktion an den Schnittstellen zwischen Chemie, Medizin, Pharmazie und Biologie tätig.

Aufgrund seiner exzellenten Forschungsleistungen wurde der 39-jährige Maulide im Vorjahr zum korrespondierenden Mitglied der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der ÖAW ernannt.

Die Auszeichnung

Maulide sieht Wissenschaftler/innen in der Verantwortung zu erklären, warum sie Forschung betreiben und warum diese wichtig für die Gesellschaft ist. "Denn letztendlich werden wir auch von der Öffentlichkeit finanziert und die Leute haben das Recht zu wissen, warum es essenziell für sie ist", begründete Maulide kürzlich sein Engagement in der Wissenschaftsvermittlung.

Mit der seit 1994 jährlich durchgeführten Wahl des Wissenschafter des Jahres würdigen Österreichs Bildungs- und Wissenschaftsjournalist/innen eine Person der heimischen Wissenschaft für außergewöhnliches Engagement bei der Erläuterung und Verbreitung wissenschaftlicher Errungenschaften in der Öffentlichkeit. In den vergangenen Jahren wurden etwa die ÖAW-Mitglieder Georg Grabherr (2012) und Verena Winiwarter (2013) sowie Wolfgang Baumjohann (2015), Direktor des ÖAW-Instituts für Weltraumforschung in Graz, mit der Auszeichnung geehrt.