14.10.2020

Forschungsbudget: Wichtiges Signal der Stabilität in der Krise

Das dem Nationalrat vorgelegte Forschungsbudget vermittelt Stabilität und ist eine wichtige Investition gegen die Krise.

© ÖAW/Klaus Pichler

Wissenschaft und Forschung sind eine zentrale Voraussetzung für Fortschritt und Wohlstand. Das gilt umso mehr in Zeiten von Krisen. Denn die Forschungsarbeiten von Wissenschaftler/innen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung akuter als auch langfristiger Herausforderungen vor denen unsere Gesellschaften stehen.

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) betrachtet es daher als ein positives Signal an die wissenschaftliche Gemeinschaft und den Forschungsstandort Österreich, dass Wissenschaft und Forschung im vorliegenden Budgetvorschlag mit steigenden Mitteln für die Jahre 2021 bis 2024 rechnen können, auch wenn die konkrete Ausgestaltung noch offen ist. Entsprechend zuversichtlich blickt die Akademie daher auch auf die Verhandlungen über die Leistungsvereinbarung mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung, die in den kommenden Wochen weitergeführt werden.

Neue Initiativen möglich

Denn mit den wachsenden Mitteln für Wissenschaft und Forschung rücken wichtige neue Initiativen der ÖAW, wie zum Beispiel die Neugründung eines Instituts für Metabolismusforschung in Graz in Zusammenarbeit mit den dortigen Universitäten oder eines Zentrums für Antisemitismusforschung in greifbare Nähe. Auch die Nachwuchsförderung in Österreich soll weiter gestärkt werden, etwa durch einen Ausbau der Österreichischen Studienstiftung oder die Einrichtung von neuen „Seal of Excellence Fellowships“. Damit soll exzellent evaluierten, aber aus budgetären Gründen vom Europäischen Forschungsrat (ERC) abgelehnten Projekten an der ÖAW eine Chance auf Umsetzung in Österreich gegeben werden.

Zugleich erinnert die ÖAW daran, dass auch in Krisenzeiten das langfristige Ziel eines Wachstumspfads von durchschnittlich 7 Prozent jährlich für mindestens zehn Jahre nicht aus den Augen verloren werden darf. Nur dann wird es Österreich gelingen, im internationalen Wettbewerb zu bestehen und den Spitzenländern in der Grundlagenforschung aufzuschließen. Das vorgelegte Budget ist ein guter erster und richtiger Schritt in diese Richtung.