Wed, 16.10.2019. 18:00

Byzanz und das mittelalterliche Serbien

Der Byzantinist Ljubomir Maksimović beleuchtet in einem Vortrag an der ÖAW die Wechselbeziehungen zwischen Konstantinopel, Serbien und Rom im Lauf der Jahrhunderte.

Krönung des Stefan Dušan, Paja Jovanović, 1900 Serbisches Nationalmuseum © Wikimedia/PUblic Domain
Krönung des Stefan Dušan, Paja Jovanović, 1900 Serbisches Nationalmuseum © Wikimedia/PUblic Domain

Die ersten serbischen Herrschaftsbereiche enstanden im Hinterland der östlichen Adriaküste. Dadurch war Serbien aufgrund der Lage politisch eher mit Konstantinopel verbunden. Kirchlich aber waren die Verbindungen zu Rom stärker. Im Verlauf der Festigung der serbischen Herrschaft, blieben die Beziehungen zu Byzanz eher lose, bis Stefan Dušan um die Mitte des 14. Jahrhunderts – allerdings vergeblich – nach der byzantinischen Kaiserkrone griff. Auf der anderen Seite genoss der lateinische Westen – insbesondere auf Basis des Handels – eine starke Präsenz im mittelalterlichen Serbien.

Auf Einladung des Instituts für Mittelalterforschung der ÖAW wird Ljubomir Maksimović, Direktor des Instituts für Byzantinistik und Vizepräsident der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste, die besondere Wahrnehmung Serbiens seit dem Mittelalter aus westlicher sowie auch aus östlicher Perspektive analysieren. Mit seinem Vortrag zum Thema „Byzanz verstehen – und der Fall des (mittelalterlichen) Serbien“ wird er die Wechselbeziehungen zwischen Konstantinopel, Serbien und Rom im Spiegel der Entwicklung der Byzantinistik beleuchten.

 

Information

 

Termin:
16. Oktober 2019, 18:00 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Mittelalterforschung
Hollandstraße 11-13, 1. Stock
1020 Wien

Kontakt:
Priv.-Doz. Mag. Dr. Mihailo Popović   
T: +43 1 51 581-3444
Institut für Mittelalterforschung der ÖAW