Thursday, 13. December 2018, 17:00

Handel im Grenzgebiet von Russland, China und der Mongolei

Geschäftstransaktionen funktionieren im zentralasiatischen Grenzgebiet auch dann, wenn die Geschäftspartner einander misstrauisch gegenüberstehen. Welche moralischen Voraussetzungen für die Handelsbeziehungen aber unabdingbar sind, hat Caroline Humphrey, emeritierte Anthropologin der Universität Cambridge, erforscht. Sie berichtet darüber in einer ISA International Guest Lecture an der ÖAW.

Vertrauen wird oft als eine der Vorbedingungen für erfolgreiche Handelsbeziehungen angesehen. Die Erfahrung im Grenzgebiet zwischen Russland, China und der Mongolei lehrt, dass dort Geschäftsbeziehung auch dann weiter gepflegt werden, wenn die Partner einander grundsätzlich misstrauen.

Caroline Humphrey, emeritierte Anthropologin der Universität Cambridge, hat diese unerwartete Praxis analysiert. Auf Einladung des Instituts für Sozialanthropologie der ÖAW beleuchtet sie bei einer ISA International Guest Lecture zum Thema „Disjunct Moral Economies at the Russia-China-Mongolia Border“ die moralischen Bedingungen der Handelsbeziehungen im zentralasiatischen Grenzgebiet. Dabei geht es ihr auch um unterschiedliche Ausprägungen von Vertrauen oder Misstrauen seitens staatlicher bzw. lokaler Akteure in diesen drei Ländern, und darum, in welchem soziokulturellen Kontext die Handelsbeziehungen praktiziert werden.

Einladung