Sun, 02.06. – 07.06.2019

Dokumentieren und Archivieren in Persisch geprägten Kulturen

Eine Summer School mit Public Lectures an der ÖAW lädt ein, sich mit persischen Archiven in ihrem jeweiligen Kontext auseinanderzusetzen. Sie fragt nach den Perspektiven der bewahrenden Institutionen und Personen, deren Spuren im kulturellen Erbe vergangener Epochen richtig interpretiert werden müssen.

© Paolo Sartori
© Paolo Sartori

„Persianate Cultures“, wie die Fachleute Kulturen bezeichnen, die in unterschiedlicher Weise persisch geprägt waren, reichen weit über das heutige Staatsgebiet des Iran. Seit der Neuzeit standen sie im Kontakt mit europäischen Imperien, dem Nahen Osten, Zentral- und Südasien. Schriftstücke und Dokumente, ja sogar ganze Archive, tragen Spuren dieses weitläufigen Kulturkontakts. Das START-Projekt von Paolo Sartori vom Institut für Iranistik der ÖAW „Der Blick des Archivs. Dokumentieren und Regieren im islamischen Mittelasien“ geht diesen Spuren nach, um dadurch die Interpretation der archivierten Dokumente zu verbessern. Im Rahmen des Projekts veranstaltet das Institut für Iranistik gemeinsam mit der Jungen Akademie und der übergreifenden Themenplattform „Religion, Gesellschaft und Politik im euro‐asiatischen Raum“ eine Summer School mit dem Titel „Cultures of Documentation in Persianate Eurasia (15th-19th Centuries)“ an der ÖAW.

Jungforscher/innen, die sich für dieses Fachgebiet interessieren, erwartet eine intensive Auseinandersetzung mit Themen, die von Paläographie bis hin zu indo-persischen Kolonialarchiven in Goa reichen. Ergänzend zur wissenschaftlichen Vertiefung laden die Veranstalter an den Nachmittagen zu Public Lectures ein, die weitreichende Zusammenhänge im Sinne einer vergleichenden Geschichtsforschung deutlich machen.

Weitere Informationen

Information

 

Termin:
2. bis 7. Juni 2019

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien

Kontakt:
Bettina Hofleitner  
T: +43 1 51581-6500 
Institut für Iranistik der ÖAW