Wednesday, 24. October 2018

Autorenschaft und Autorität

Buddhismus, Islam und Christentum haben eine reiche Tradition gelehrter religiöser Literatur. Ein Workshop vergleicht Schriften aus dem Mittelalter und ihre Wirkungen aus der Perspektive von Autorenschaft und Autorität.

Mittelalterliche Gelehrsamkeit war in Europa wie in Asien eng mit der Religion verknüpft. Und sowohl im Christentum als auch im Islam und im Buddhismus entfaltete religiöse Literatur ihre Wirkung nicht nur in einem kleinen theologischen Kreis. Sie hatte darüber hinaus für das soziale Leben bzw. das Bildungssystem der jeweiligen Gesellschaften eine wichtige Funktion. Diese Vielschichtigkeit ist im Rahmen des Spezialforschungsbereiches „Visions of Community“, an dem ÖAW und Universität Wien beteiligt sind, eine der vergleichenden Fragestellungen. Die Produktion und Wirkung religiöser Literatur im Mittelalter ist zudem eng verknüpft mit der Frage, wer fähig und befugt war, zu schreiben.

Ein Workshop an der ÖAW beleuchtet deshalb die speziellen Textgenres und den Kontext ihrer Entstehung und Verwendung aus der Perspektive von Autorenschaft und Autorität. „Rethinking Scholastic Communities across Medieval Eurasia: Authorship and Authority“ ist der zweite von drei Workshops, die auf Einladung der beiden Institute der ÖAW – für Mittelalterforschung bzw. für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens – scholastische Gemeinschaften im Spannungsfeld intellektueller Kulturen neu in den Blick nehmen.

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