Zurück
Di, 08.09. – 09.09.2020

Nubien neu sehen

Neue Forschungen im heutigen Nordsudan legen nahe, dass das vorherrschende Bild über Nubien im Altertum einer Überarbeitung bedarf. Ein virtueller Workshop des Instituts für Orientalische und Europäische Archäologie der ÖAW diskutiert die neuen Erkenntnisse – insbesondere zum sozialen Leben in Nubien um die Mitte des zweiten Jahrtausends.

© OREA
© OREA

Die Archäologie arbeitet mit Modellen und Rahmenvorstellungen, die es ermöglichen Puzzlesteine an Erkenntnissen möglichst gut einzuordnen. Im Fall der mittelnubischen Tradition bedarf dieses Modell einer Überarbeitung. Am Institut für Orientalische und Europäische Archäologie der ÖAW arbeitet Aaron M. de Souza im Rahmen seines Marie Skłodowska-Curie Actions – Research Fellowship Programme „InBetween“ an einer theoriebasierten vergleichenden Neubewertung. Neue Forschungen legen nahe, dass die nubischen Gesellschaften südlich des alten Ägyptens weit komplexer und vernetzter waren, als zunächst angenommen. Insbesondere das Ausmaß der Verbindung zum ägyptischen Niltal und den umgebenden Wüstenregionen wird erst nach und nach klar.

Die neuen Erkenntnisse werden bei einem virtuellen Workshop des Instituts für Orientalische und Europäische Archäologie der ÖAW zum Thema „(De)Constructing Nubia“ diskutiert. Ziel ist es, die Perspektive auf die soziale Landschaft um die Mitte des zweiten Jahrtausends zu erweitern, um dadurch Funde zur materiellen Kultur, Sprachen und historische Aufzeichnungen in einem größeren Kontext sehen zu können.

Weitere Informationen

Informationen

 

Termin:
8. bis 9. September 2020

Ort:
Online via Microsoft Teams
Anmeldung für einen Teilnahmelink bei aaron.desouza(at)oeaw.ac.at

Kontakt:
Dr. Angela Schwab
T: +43 1 51581-6101
Institut für Orientalische und Europäische Archäologie der ÖAW