Do, 27.02.2020. 17:00

Neues Interesse an den Predigten der Kirchenväter

Die Kirchenväter haben als Autoren und Prediger die Lehre und das Selbstverständnis des frühen Christentums geprägt. Ein ERC Projekt nimmt die Verbreitung ihrer Predigten im Mittelalter neu in den Blick. Shari Boodts, Principal Investigator in diesem Projekt, gibt bei einem Vortrag an der ÖAW Einblick in die laufende Forschungsarbeit.

© Wikimedia/CC BY-SA 4.0/Uoaei1
© Wikimedia/CC BY-SA 4.0/Uoaei1

Heute sind die Kirchenväter wie etwa Augustinus, Leo Magnus oder Gregor der Große weniger wegen ihrer Predigten, als vielmehr als Autoren grundlegender theologischer Schriften, bekannt. Ihre Predigten aber wurden im Mittelalter sehr geschätzt. Sie wurden u.a. als Manuskriptsammlungen verbreitet, die – je nach Bedarf – umorganisiert, umgeschrieben und als Inspiration für neue Texte genützt wurden. Diese dynamische Überlieferungstradition war von der Forschung bislang stiefmütterlich behandelt worden.

Nun widmet sich ein ERC Projekt („PASSIM“) diesem Quellenschatz. Wissenschaftler/innen am Institut für Mittelalterforschung der ÖAW richten einen Workshop zum Thema „Databases of Medieval Artefacts and Manuscrips. Patristic Sermons“ aus. Am Vorabend des Workshops gibt Shari Boodts, Principal Investigator in diesem Projekt, bei einem Vortrag zum Thema „Patristic Sermons in the Middle Ages“ Einblick in die laufende Forschungsarbeit. Die Mittelalterforscherin von der Radboud Univeristy (NL) erklärt, wie die Manuskripte in ein digitales Netzwerk überführt werden, das es ermöglicht, den Kontext der Predigtsammlungen besser zu verstehen.

Weitere Informationen

Informationen

 

Termin:
27. Februar 2020, 17:00 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Hollandstraße 11–13, 1. Stock
1020 Wien

Kontakt:
Dr. Katrin Janz-Wenig, MA
T: +43 1 51581-7253
Institut für Mittelalterforschung der ÖAW

 

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