Do, 25.06.2020. 10:30

Musizieren und kognitives Reifen

Annemarie Seither-Preisler und Peter Schneider von den Universitäten Graz und Heidelberg haben die Neuroplastizität des musikalischen Lernens untersucht. Dabei konnten sie über das Üben hinausgehende Effekte auf die Gehirnentwicklung bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefiziten beobachten. Auf Einladung des Instituts für Schallforschung der ÖAW stellen sie ihre Forschungsergebnisse in einer Online Lecture vor.

Klangverarbeitende Areale des Gehirns (Heschl Gyri) © musicandbrain.de
Klangverarbeitende Areale des Gehirns (Heschl Gyri) © musicandbrain.de

Sowohl Aufmerksamkeitsstörungen als auch Lese-Rechtschreibschwäche gehen häufig mit auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen einher. Diese haben ihren Ursprung nicht im Gehör, sondern in Mustererkennungsprozessen im Gehirn. Letztere lassen sich durch regelmäßiges Musizieren positiv beeinflussen. Das konnten Annemarie Seither-Preisler vom Zentrum für Systematische Musikwissenschaft der Universität Graz und BioTechMed Graz und Peter Schneider vom Universitätsklinikum Heidelberg in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zur Neuroplastizität des musikalischen Lernens feststellen.

Auf Einladung des Instituts für Schallforschung der ÖAW stellen sie die Ergebnisse in einem virturellen Vortrag zum Thema „Einfluss des Musizierens auf Struktur, Funktion und Reifung des Hörkortex bei unauffälligen Kindern und Kindern mit AD(H)S und Legasthenie“ vor. Die internationale Studie läuft seit 2009 und untersucht 220 Kinder und Jugendliche, von denen etwa die Hälfte mit Aufmerksamkeitsdefiziten zu kämpfen hat.

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Informationen

 

Termin:
25. Juni 2020, 10:30 Uhr
Vortrag via Livestream, Fragen im Chat

Link - verfügbar ab 24. Juni

Kontakt:
Konstantin Ulitsch
T: +43 1 51581-2520
Institut für Schallforschung der ÖAW

 

 

 

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