05.02.2019

Wissenschaftliche Talente gesucht

Mit der zweiten Ausschreibung der „Zukunftskollegs“ geht die erfolgreiche Kooperation des FWF und der ÖAW zur exzellenten Nachwuchsforschung in Österreich in die zweite Runde. Finanziert aus Mitteln der österreichischen Nationalstiftung – sowie bei Bedarf aus zusätzlichen Mitteln des FWF – steht die Förderung interdisziplinärer Postdoc-Teams im Mittelpunkt.

Interdisziplinarität, innovative Forschungsansätze und die Vernetzung international herausragender Nachwuchswissenschaftler/innen stehen wieder im Fokus dieses erfolgreichen Forschungsförderungsprogramms bei dem der Wissenschaftsfonds (FWF) und die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) kooperieren. Durch die disziplinenübergreifende Zusammenarbeit werden in besonderem Maße Innovation gefördert und die Lösung komplexer gesellschaftlicher Probleme ermöglicht.

Die „Zukunftskollegs“ adressieren im aktuellen Call Forscherinnen und Forscher mit einem akademischen Alter zwischen einem und maximal fünf Jahren nach der Promotion. In bewährter Form sollen die Postdocs im Team zu einem komplexen und innovativen Thema fachübergreifend zusammenarbeiten. Die Ausschreibung der Zukunftskollegs erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2019, wobei circa fünf bis sechs Zukunftskollegs finanziert werden.

Chance für den Nachwuchs

Die „Zukunftskollegs“ schließen eine wesentliche Lücke in der österreichischen Forschungslandschaft. Sie ermöglichen Postdocs bald nach der Promotion ein eigenständiges Projekt im Inland durchzuführen und sich gleichzeitig aus dem Projekt selbst zu finanzieren. Parallel dazu trägt dieses Förderungsmodell dazu bei, essenzielle Erfahrungen im Rahmen der engen Kooperation mit anderen Forscher/innen im nationalen und internationalen Forschungsumfeld zu sammeln.

Darüber hinaus steigern die Zukunftskollegs die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Österreich für Postdocs aus dem Ausland und eröffnen herausragenden Nachwuchstalenten neue Chancen in der Forschung.

Disziplinenmix, Kooperationen, Vernetzung

Bei den Zukunftskollegs können drei bis fünf Forscher/innen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen im Team zusammenarbeiten, die wiederum an mindestens zwei verschiedenen Forschungsstätten oder an zwei Organisationseinheiten einer Einrichtung tätig sind. Dadurch werden Kooperationen gestärkt sowie eine Vernetzung in der Wissenschaft befördert. Die Erhöhung des akademischen Alters auf mindestens ein Jahr nach der Promotion ermöglicht es Nachwuchstalenten zunächst unabhängige Postdoc-Erfahrungen zu sammeln und so die eigenständige Forschungsleistung nach der Promotion noch zu verstärken. Diese Erfahrungen können dann fruchtbringend in die Zusammenarbeit im Zukunftskolleg einfließen.

Wie bereits in der ersten Ausschreibung sollen die Zukunftskollegs neue Erkenntnisse insbesondere auch im Bereich der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften ermöglichen, die nur durch eine fachübergreifende Herangehensweise gewonnen werden können. Weiterhin angestrebt wird zudem vom FWF und der ÖAW ein mindestens 40-prozentiger Frauenanteil mit dem Ziel einer möglichst ausgewogenen Beteiligung von Forscherinnen und Forschern. Auf diese Weise soll der hohen Drop-Out-Rate von Forscherinnen beim kritischen Übergang in der Karrierephase von der Doktorats- zur Postdoc-Phase effektiv entgegengewirkt werden.