16.08.2019

WISSENSCHAFT FÜR DEN BADESTRAND

Noch nicht die richtige Urlaubslektüre gefunden? Der Verlag der ÖAW bietet jede Menge Lesestoff aus der Welt der Forschung. Ein paar Tipps für Bücher, die im Reisekoffer nicht fehlen sollten.

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Rund 80 Neuerscheinungen pro Jahr und 3.500 Titel insgesamt: Der Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bietet für alle an Wissenschaftsinteressierten eine große Auswahl an Monographien, Sammelbänden, Zeitschriften, Multimediawerken und immer mehr Open Access-Publikationen. Auf der neuen Website des Verlags kann man bequem am Desktop, Tablet oder Mobiletelfon durch das breite Angebot stöbern. Für diejenigen, die sich einen schnellen Überblick verschaffen möchten, sind hier einige Highlights für schöne Sommer(lese)tage zusammengestellt.

Seefahrt in der Antike

Für eine aktuelle Seereise sind diese Karten wohl nicht geeignet. Aber für das Reisen mit dem Finger auf der Landkarte und das Eintauchen in längst vergangene Welten sind sie genau das Richtige. Portulane, also Hafenbücher, und begleitende Seekarten sind einzigartige geschichtliche Zeugnisse der frühen Seefahrt. Das Buch „Karien in Portulanen und Portulankarten“ stellt diese antike Kulturlandschaft im Südwesten der heutigen Türkei in den Mittelpunkt und gibt  Einblicke in damalige geographische Vorstellungen, historische Umgestaltungen der Küstengeographie und Veränderungen in der Siedlungstätigkeit.

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Medien im Wandel

Dass Social Media wie Facebook, Twitter oder YouTube die politische Kommunikation verändern, darüber herrscht weitgehend Einigkeit. Weniger Übereinstimmung gibt es allerdings bei der Frage, welche Auswirkungen die sozialen Netzwerke aber auch Blogs und Foren auf die Demokratie haben. Zerstören Fake News zunehmend den politischen Diskurs? Oder bieten die „neuen“ Medien auch neue Formen der demokratischen Teilhabe? Der aktuelle Band der Buchreihe „Relation“ nimmt den durch Social Medien ausgelösten Wandel politischer Prozesse genauer unter die Lupe.

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Sexualität vor Gericht

Wer denkt, Sexualität sei etwas rein Körperliches, der irrt. Sexualität war schon immer auch eine gesellschaftlich regulierte Angelegenheit. Das macht eine neue Publikation der ÖAW-Kommission zur Rechtsgeschichte Österreichs auf über 280 Seiten deutlich: „Sexualität vor Gericht“ untersucht anhand von Fallbeispielen vom 14. bis zum 19. Jahrhundert, welche sexuellen Verhaltensweisen in der jeweiligen Zeit gerichtlich verfolgt wurden, was als sexuelle Gewalt definiert wurde oder wie man interreligiöse sexuelle Kontakte kriminalisierte. Eine erhellende Lektüre zum Zusammenspiel von Sexualität und Macht.

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Klimakrise und Gesundheit

Die Hitzewelle des Sommers macht sie im wahrsten Sinne des Wortes spürbar: die Folgen des Klimawandels für die Gesundheit. Doch Belastungen durch hohe Temperaturen sind nicht die einzige Folge. Auch das Auftreten von Pollenallergien oder Infektionskrankheiten wird durch Hitze begünstigt. Zudem sind die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels nicht gleichmäßig auf die Bevölkerung verteilt. Ältere Menschen sind anfälliger für Hitze, Migrant/innen mit geringeren sozioökonomische Ressourcen haben schlechtere Voraussetzungen sich anzupassen. Der „Österreichische Special Report Gesundheit, Demographie und Klimawandel“ nimmt aber nicht nur die Risiken für die Gesundheit in den Blick, das Buch diskutiert außerdem, welche Handlungsoptionen es für die Politik und den Einzelnen gibt.

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Mythen in der Migrationsdebatte

„Die meisten Migrant/innen sind Wirtschaftsflüchtlinge“, „Zuwanderung erhöht die Kriminalität“, „Ausländer wollen nicht Deutsch lernen“ – was all diese Behauptungen eint? Sie sind immer wieder in den öffentlichen und medialen Debatten über Migration zu hören, und: sie sind allesamt falsch. Die Autor/innen des Sammelbands „Migration und Integration – Fakten oder Mythen?“ stellen insgesamt siebzehn der gängigsten Schlagwörter und Thesen auf den wissenschaftlichen Prüfstand und sorgen so für mehr Klarheit im Zuwanderungsdiskurs.

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ÜBER DEN VERLAG

Der Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wurde 1973 gegründet, um neueste Forschungserkenntnisse auf qualitativ höchstem Niveau zu publizieren. Mittlerweile schreiben jährlich über 700 Wissenschaftler/innen aus über 30 Nationen im Verlag für die Scientific Community und für alle an Wissenschaft interessierten Menschen.

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