01.04.2019

Verlässliche digitale Quellen?

Peter Haslinger, Direktor des Herder-Institutes für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg, nimmt bei einem Vortrag an der ÖAW das Besondere der Digitalen Geschichte in den Blick. Er verweist auf die erweiterte Bedeutung der Quellenkritik und lotet vor allem die Ambivalenzen beim digitalen Umgang mit Vergangenheit aus.

© Stephan Kurz
© Stephan Kurz

Historische Quellen sorgfältig zu prüfen, ist eine Selbstverständlichkeit. Gelten aber für den Umgang mit digitalen Quellen die gleichen Grundsätze der Quellenkritik wie bei analogen? Wie wirken sich neue Vernetzungs- und Wissensarchitekturen aus? Welche Anforderungen müssen Online-Editionen erfüllen, um nicht Fehldeutungen Vorschub zu leisten?

Peter Haslinger, Direktor des Herder-Institutes für historische Ostmitteleuropaforschung Marburg und Professor für osteuropäische Geschichte an der Universität Gießen, stellt sich Fragen wie diesen bei einem Vortrag am Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung an der ÖAW zum Thema „Quellenkritik in Zeiten digitaler Geschichtspolitik“. Er thematisiert dabei neue Möglichkeiten der Präsentation, fragt nach der Rolle der Wissenschaft in Zeiten digitaler Wissensordnungen und bringt Beispiele aus Ostmitteleuropa, die das Spannungsfeld möglicher Nationalisierung von Geschichtsbildern beleuchten.

Einladung
 

 

Termin:
1. April 2019, 17:00 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Hollandstraße 11–13, 1. Stock, Seminarraum 1.28
1020 Wien

Wissenschaftlicher Kontakt:
Univ.Doz.Dr. Katrin Keller
T: +43 1 51581-7320
Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der ÖAW

 


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