22.03.2016

Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit – auch in Österreich?

Neueste Erkenntnisse zu Tabakprävention, Rauchertherapien und Fragen zum neuen österreichischen Tabakgesetz stehen im Zentrum einer internationalen Tagung an der ÖAW.

Österreich ist bei Tabakkontrolle und Nichtraucherschutz Schlusslicht. Wie internationale Studien der OECD, der WHO, des europäischen Schülersurveys und des Verbandes der Europäischen Krebs-Ligen zeigen, werden die Gefahren von Tabakkonsum, Passivrauchen und Co. kaum anderswo in Europa ähnlich zögerlich behandelt wie hier. Wird sich das mit dem neuen Tabakgesetz 2016, das am 20. Mai dieses Jahres in Kraft tritt, ändern?

Diese Frage steht auch im Zentrum der internationalen Tagung „Tobacco Control“, die am 5. April 2016 von der Kommission Klima & Luftqualität der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) veranstaltet wird. Renommierte Expert/innen aus den USA, Schottland, Italien und Ungarn präsentieren neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Rauchen und berichten über die Effekte von gesundheitspolitischen Maßnahmen in ihren jeweiligen Ländern.

Stanton Glantz, Kardiologe an der Universität von Kalifornien, spricht über erfolgreiche Prävention und Therapieansätze in Amerika, Australien und weiteren Ländern. Heide Weishaar von der Universität Glasgow berichtet über die gelungene Senkung von Raucherraten in Nord- und Westeuropa. Der Epidemiologe Giuseppe Gorini vom Krebsforschungsinstitut Florenz zieht eine kritische Zwischenbilanz zum Kampf gegen Passivrauchen und der Mediziner Miklós Szócska  schildert Erfahrungen aus seiner Perspektive als früherer Gesundheitsminister Ungarns, wo es mit einem neuen Tabakgesetz auf wissenschaftlicher Grundlage gelang, Fortschritte in der Raucherprävention zu erzielen.

Pressegespräch „Tobacco Control“

Medienvertreter/innen stehen diese Expert/innen auch im Rahmen eines Pressegesprächs für Fragen zur Verfügung.

Termin: 5. April 2016, 10 Uhr
Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal, Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien

Das Symposium ist öffentlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung zum Pressegespräch wird gebeten unter public.relations(at)oeaw.ac.at.


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