05.10.2015

ÖAW-Teilchenphysiker Manfred Krammer wird neuer Leiter der CERN-Physik

Manfred Krammer. Bild: Thomas Bergauer

Manfred Krammer, stellvertretender Direktor des Instituts für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), wird neuer Leiter des  Department für experimentelle Physik am CERN, dem Europäischen Labor für Teilchenphysik mit Sitz in Genf. Eine der höchsten Positionen am CERN wird damit von einem Österreicher eingenommen. Der gebürtige Wiener wurde als Teil des Führungsteams der designierten Generaldirektorin Fabiola Gianotti vorgestellt und steht ab Anfang 2016 rund 900 Mitarbeiter/inne/n vor. Zudem wird er die Zusammenarbeit der insgesamt rund 11.000 externen Physiker/innen an den unterschiedlichen CERN-Projekten koordinieren.  Die ÖAW zeigt sich über die Entscheidung sehr erfreut und sieht darin sowohl eine Auszeichnung als auch eine Bestätigung für die hohe Qualität der Forschungsleistungen, die ÖAW-Wissenschaftler/innen in der Teilchenphysik erbringen.

„Das Institut für Hochenergiephysik und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in der Vergangenheit maßgeblich zu Forschungserfolgen des CERN beigetragen. Mit der Wahl von Manfred Krammer holt das CERN eine weitere hervorragende Führungspersönlichkeit in seine Reihen“, zeigt sich HEPHY-Direktor Jochen Schieck über die Bestellung Krammers erfreut.

Neben dem Stefan-Meyer-Institut für subatomare Physik der ÖAW ist die Akademie speziell mit dem HEPHY an mehreren Projekten am CERN beteiligt. So ist das Institut beispielsweise Gründungsmitglied des CMS-Experiments am CERN, einem der beiden großen Detektoren, mit dem 2012 der Nachweis des Higgs-Bosons gelang. Auch der stellvertretende HEPHY-Direktor Manfred Krammer, seit 1987 am Institut, ist in dieses Experiment eingebunden. International erfahren und in zahlreichen Gremien und Funktionen tätig, wurde er 2012 zum Vorsitzenden des Europäischen Komitees für zukünftige Beschleuniger (ECFA) gewählt, wo er unter anderem an der Erarbeitung der Europäischen Strategie für Teilchenphysik und deren Umsetzung mitgewirkt hat.

Manfred Krammer selbst blickt mit Zuversicht und Vorfreude auf die kommenden Aufgaben: „Die nächsten fünf Jahre am CERN sind extrem spannend und zugleich entscheidend für die weitere Entwicklung der Teilchenphysik. Soeben hat der Large Hadron Collider neue Energien erreicht, mit denen spektakuläre Entdeckungen möglich sind. Außerdem soll in den nächsten Jahren eine grundsätzliche Entscheidung über das zukünftige Beschleunigerprogramm am CERN fallen.“

 

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CERN – European Organization for Nuclear Research
At CERN the physicists and engineers are probing the fundamental structure of the universe. They use the world’s largest and most complex scientific instruments to study the basic constituents of matter – the fundamental particles. Founded in 1954, the CERN laboratory sits astride the Franco-Swiss border near Geneva. It was one of Europe’s first joint ventures and now has 21 member states. www.cern.ch

 

 


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