11.11.2016

Kulturelle Wiege oder Kolonie?

David Weiß, Japanologe aus Tübingen, beleuchtet in einem Vortrag unterschiedliche Sichtweisen der japanisch-koreanischen Beziehungen und deren Ausdruck im kulturellen Leben Japans.

Die mythische Eroberung Koreas durch Jingū Kōgō. Bildquelle: Waseda University Library
Die mythische Eroberung Koreas durch Jingū Kōgō. Bildquelle: Waseda University Library

Im Laufe der Edo-Zeit (1600–1868) in Japan entwarfen Gelehrte des Landes eine Vielzahl  – und oft divergierende – Koreabilder: Manche schrieben der westlich gelegenen Halbinsel bedeutenden Einfluss auf die japanische Kultur zu, andere stellten die These auf, dass die japanische Paria-Kaste eigentlich Koreaner seien.

David Weiß, Japanologe aus Tübingen, beleuchtet in einem Vortrag „Kulturelle Wiege oder Kolonie?“ Sichtweisen zwischen diesen beiden Extremen. Der Vortrag skizziert, wie sich die Wahrnehmung des Nachbarlandes und seiner historischen Beziehung zu Japan im Laufe der Epoche wandelte, und wie die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion oder Denkschule das Koreabild japanischer Gelehrter beeinflusste. Als Quelle dienen hierbei neben den Schriften der japanischen Gelehrten auch Berichte koreanischer Gesandter.

Weitere Informationen

 

Termine:
11. November 2016, 17:30 Uhr

Orte
Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens, Seminarraum 1
Apostelgasse 23
1030 Wien

Kontakt:
Katharine Anne Apostle , B.A. 
Tel: +43 1 51581-6401
Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens der ÖAW

 


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