03.10.2013

Konstantin der Große

Historische Persönlichkeit – Rezeption – Ausblick

313 trifft Konstantin I mit seinem Kaiserkollegen Licinius in Mailand eine Vereinbarung, der zufolge den Christen (und Anderen) die Erlaubnis gewährt wird, ihre Religion ungehindert auszuüben. Zudem wird angeordnet, den Christen ihren Kirchen besitz wieder rückzuerstatten. Konstantin setzt damit
eine Entwicklung in Gang, die das Christentum aus einer verfolgten, teilweise geduldeten Religion mit massiver Unterstützung des Kaiserhauses letztlich zur Staatsreligion werden lässt.

2013 jährt sich dieses Ereignis zum eintausendsieben hundertsten Mal. Vielerorts wird dies dazu genutzt, die Anfänge des Christentums auf dem Weg zur Staatsreligion und die Person Konstantins unter verschiedenen Gesichts punkten zu beleuchten, etwa in Carnuntum mit der Ausstellung „A. D. 313 – Von Carnuntum zum Christentum“.

Die internationale Tagung schließt von Wiener Seite an die umfangreiche europäische Konferenztätigkeit an und beleuchtet – ergänzend auch aus eigener Forschung der Papyrologie, Christlichen Archäologie und Byzantinistik – Aspekte seiner Persönlichkeit und seiner Zeit. Dabei sieht die Tagung nicht nur
eine rückblickende historisch-archäologisch orientierte Analyse vor, sondern blickt auch auf die Folgewirkung in den orthodoxen und altorientalischen Kirchen und den damit zusammenhängenden Kult, wie er auf Ikonen und in der
Herrschaftsideologie des Ostens allpräsent ist. Vertreter und Experten der jeweiligen Konfessionen erörtern diesen Punkt mit dem Ziel, das Bild der Rezeption einer die Geschichte prägenden Persönlichkeit um einen weiteren zentralen Aspekt zu bereichern.

Das detaillierte Programm finden sie hier


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