02.09.2015

Jubiläum der Demografie

Die Demografie im Raum Wien feiert am 9. September 40 Jahre der Forschung auf höchstem internationalen Niveau

Entwicklungen wie das globale Bevölkerungswachstum, die Alterung von Gesellschaften, Auswirkungen von Migrationsströmen oder die Transformation von Sozial- und Wirtschaftssystemen zählen zu den großen Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert. Seit Jahrzehnten tragen demografische Forschungseinrichtungen des Wiener Raums dazu bei, Antworten zu entwickeln. Zahlreiche Publikationen in renommierten Fachmagazinen, wie „Science“ und „Nature“, die Zuerkennung hochdotierter Forschungsförderungen, wie dem Wittgenstein-Preis, und die Aufnahme von Forschungsergebnissen in den globalen politischen Diskurs, darunter die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, verdeutlichen den internationalen Stellenwert der hier getätigten Forschung.

Jubiläen der Demografie

Gleich mehrere Jubiläen bieten heuer Anlass, die Meilensteine dieser Forschungen zu präsentieren und den Blick in die demografische Zukunft zu richten. So feiert das 2010 vom Demografen und ÖAW-Mitglied Wolfgang Lutz aus der Taufe gehobene Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital das fünfte Jahr seines Bestehens.

Gebündelt wird darin die demografische Kompetenz von drei Wiener Forschungseinrichtungen: dem heuer 40-jährigen World Population Program am Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA), dem Vienna Institute of Demography der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), das ebenfalls das 40-jährige Jubiläum begeht, und der Abteilung Demografie der Wirtschaftsuniversität Wien (WU).

Zum Jubiläum wachsen diese Einrichtungen auch räumlich näher zusammen: Die Abteilung Demografie und das Human Capital and Development Institut der WU teilen sich mit dem Vienna Institute of Demography der ÖAW ab sofort einen Neubau am WU Campus.

Festakt und internationales Symposium

Auch die mehrfachen Jubiläen werden bei einer gemeinsamen Veranstaltung begangen. Am 9. September 2015 präsentieren Wissenschaftler/innen des Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital im Rahmen eines Symposiums zunächst ausgewählte Forschungsergebnisse und zukünftige Forschungsprojekte in den Bereichen „Population Dynamics and Migration“, „Human Reproduction, Ageing and its Consequences“ sowie „Population and Sustainable Development“.

Den Festakt eröffnen Familienministerin Sophie Karmasin, Sozialminister Rudolf Hundstorfer, ÖAW-Vizepräsident Michael Alram, WU-Rektor Christoph Badelt und IIASA-Direktor Pavel Kabat. Wolfgang Lutz blickt dabei mit dem Wiener Statistiker Gerhart Bruckmann und Andrei Rogers (University of Colorado) auf 40 Jahre demografische Forschung an ÖAW und IIASA zurück. Ökonom Sir Partha Dasgupta (University of Cambridge) diskutiert gemeinsam mit Martin Lees, ehemaliger Generalsekretär des Club of Rome, und WU-Forscherin Sigrid Stagl die UN Sustainable Development Goals und die damit verbundenen Herausforderungen. Die Direktor/inn/en des Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital, Alexia Fürnkranz-Prskawetz, Sergei Scherbov, Jesus Crespo Cuaresma und Wolfgang Lutz, sprechen bei einer Podiumsdiskussion abschließend über die Bedeutung der Demografie für die Lösung der Probleme des 21. Jahrhunderts. 

Das Symposium und die Feierlichkeiten sind öffentlich und finden am 9. September am Campus der WU im Festsaal der SFU, Freudplatz 1, in englischer Sprache statt. Wir bitten um Registrierung unter wittgensteincentre(at)oeaw.ac.at und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Weitere Informationen

Population Network Newsletter


Information und Kontakte

Rückfragehinweise:

Dipl.-Soz. Sven Hartwig
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Leiter Öffentlichkeit & Kommunikation
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
Tel: +43 1 51581-1331
sven.hartwig(at)oeaw.ac.at

Mag. Cornelia Moll
Wirtschaftsuniversität Wien
Pressesprecherin
Welthandelsplatz 1, 1020 Wien
T +43 1 31336 4977
cornelia.moll(at)wu.ac.at


Die Österreichische Akademie der Wissenschaften

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat die gesetzliche Aufgabe, „die Wissenschaft in jeder Hinsicht zu fördern“. 1847 als Gelehrtengesellschaft gegründet, steht sie mit ihren heute über 770 Mitgliedern sowie rund 1.300 Mitarbeiter/inne/n für innovative Grundlagenforschung, interdisziplinären Wissensaustausch und die Vermittlung neuer Erkenntnisse – mit dem Ziel zum wissenschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Fortschritt beizutragen. www.oeaw.ac.at

Die Wirtschaftsuniversität Wien

Die WU (Wirtschaftsuniversität Wien) wurde im Jahre 1898 als „k. und k. Exportakademie“ gegründet. Heute zählt sie rund 23.000 Studierende aus dem In- und Ausland und ist die größte wirtschaftswissenschaftliche Hochschule in Europa. Sie zeichnet sich durch ein attraktives Studienangebot und eine breite Palette an Spezialisierungen sowie Forschungsrichtungen aus. Zwischen Messe und grünem Prater hat die WU einen Campus, der den Ansprüchen und Vorstellungen einer modernen Wirtschaftsuniversität gerecht wird. Sieben Gebäudekomplexe, die die Handschrift von international renommierten Architekt/inn/en tragen, bieten ausreichend Platz für Lehren, Lernen und Forschen.


Newsletter
Forschungs-News, Science Events & Co: Jetzt zum ÖAW-Newsletter anmelden!