19.03.2020

Globalisierung unter Beschuss

Droht in der Weltwirtschaft eine Rückkehr des Protektionismus? Der Ökonom Gabriel Felbermayr machte diese Frage zum Thema einer Akademievorlesung an der ÖAW. Der Vortrag aus dem Jahr 2019 ist gerade in Zeiten von Corona aktueller denn je – und auf dem YouTube-Kanal der ÖAW in voller Länge verfügbar.

© ÖAW/Elia Zilberberg

Staaten schotten sich ab, Produktionsketten sollen zurück ins Inland, Wirtschaftsmächte liegen im offenen Streit: Binnen weniger Wochen hat der Coronavirus das Fundament der globalisierten Weltwirtschaft erschüttert. Nicht nur eine vorübergehende Rezession, sondern auch eine Renationalisierung der Wirtschaft mit unabsehbaren weltweiten Auswirkungen ist zu befürchten, warnen bereits jetzt Expert/innen. 

Rückkehr der Machtpolitik

Die Sorge um einen wirtschaftlichen Rückzug von Staaten aus der globalen Zusammenarbeit ist umso ernster zu nehmen, da Ökonom/innen bereits seit einiger Zeit auf Trends in diese Richtung aufmerksam machen. „Die Welt hat sich in den letzten Jahren protektionistischer gemacht“, zeigt sich auch Gabriel Felbermayr überzeugt. Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) beobachtete mit wachsender Sorge politische Entwicklungen wie den Brexit oder die Spannungen zwischen China und den USA, die zunehmend auch auf wirtschaftlichem Feld ausgetragen werden. 

Unter dem Titel „Rückkehr der Machtpolitik im Welthandel: Ist Europas Wohlstand bedroht?“ beleuchtete er im Vorjahr im Rahmen einer Akademievorlesung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) diese Entwicklungen – und was dabei auf dem Spiel steht:

 

MEHR VORTRÄGE IM VIDEO

Bei den Akademievorlesungen der ÖAW bieten internationale Expert/innen spannende Einblicke in gesellschaftlich und wissenschaftlich hochaktuelle Themen. Alle Akademievorlesungen sind in voller Länge auf dem YouTube-Kanal der ÖAW zu finden. 

Akademievorlesungen auf YouTube

 


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