Mittwoch, 05. September 2018, 14:30

Wie Hate Speech die Menschenrechte infrage stellt

Die Fortbildungsseminare der Österreich-Bibliotheken im Ausland, die in Kooperation des Außenministeriums und der ÖAW zweimal jährlich stattfinden, widmen sich anlässlich des Gedenkjahres 2018 den Gefahren, die ein vergiftetes öffentliches Klima für die Gesellschaft bergen.

Symbolische Konflikte um Identitätsfragen werden gegenwärtig in der europäischen Öffentlichkeit, vor allem aber im Web, verstärkt ausgetragen – oftmals in hetzerischem und diskriminierenden Ton. Diese Entwicklungen sind auch Gegenstand der Forschung von Liriam Sponholz am Institut für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung der ÖAW. Sie hat ihre Ergebnisse jüngst in einem Buch zusammengefasst, bei dem es um hasserfüllte Kommunikation in den Massenmedien und deren Folgen geht. Sponholz sieht darin nicht zuletzt eine für die Gesellschaft gefährliche Geringschätzung der Menschenrechte. „Wie Hate Speech die Menschenrechte infrage stellt“ ist auch der Titel ihres Vortrags, den sie im Rahmen 9. Wiener Seminars für Mitarbeiter/innen der Österreich Bibliotheken im Ausland des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres hält. Diese Veranstaltung steht auch Mitarbeiter/innen der ÖAW offen.

Die 65 Österreich-Bibliotheken in 28 Staaten, überwiegend im mittel-, ost- und südosteuropäischen Raum, in der Schwarzmeer-Region, im Südkaukasus sowie in Zentralasien stellen durch ihre Partnerschaft mit lokalen Universitäten und Forschungseinrichtungen zugleich ein Wissenschaftsnetzwerk dar. Die Fortbildungsseminare jeweils im Juni und September werden mit dem Institut für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung (CMC) konzipiert und organisiert.

Anmeldung erbeten bei lukas.vosicky(at)oeaw.ac.at