13. Juni 2018 – 15. Juni 2018

Warum Verse in Byzanz im „langen“ 12. Jahrhundert so „in“ waren

Das 12. Jahrhundert gilt als ein goldenes Zeitalter der byzantinischen Dichtkunst. Eine internationale Konferenz an der ÖAW nimmt die Vielfalt der Verse dieser Epoche in den Blick und fragt nach Rezeption, Motivation, Kontext und Funktion der Werke.

Die Zeit zwischen der Thronbesteigung des byzantinischen Kaisers Alexios I. Komnenos im Jahr 1081 und der Eroberung Konstantinopels 1204 brachte mehr Texte in Versform hervor als irgendein anderes Jahrhundert des byzantinischen Millenniums. Zudem ist diese Periode durch ein experimentelles und innovatives literarisches Klima geprägt. Verse in verschiedenen Metren stehen nebeneinander, darüber hinaus interagiert auch Prosa mit Dichtung.

Das Institut für Mittelalterforschung (Abteilung Byzanzforschung) der ÖAW lädt ein, im Kontext eines entsprechenden FWF-Projekts die reiche Produktion von Werken in Versform aus verschiedenen Blickwinkeln zu diskutieren. Die Konferenz „Byzantine Poetry in the ‘Long’ Twelfth Century (1081-1204). Perceptions, Motivations, and Functions“ fragt beispielsweise, was die Menschen motivierte, in Versen zu schreiben und in welchen Kontexten sie die Gedichte verwendeten. Des Weiteren sollen Einflüsse von antiken Vorlagen und byzantinischen Modellen herausgearbeitet werden.

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