Mittwoch, 14. November 2018, 10:00

Geteilte Räume, geteilte Macht?

Ein Workshop, zu dem Kunsthistoriker/innen der ÖAW und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften nach Budapest einladen, nimmt im Rahmen eines Forschungsprojektes zur visuellen Kultur der Herrscherrepräsentation in Städten des Habsburgischen Reichs das mediale Verhältnis zwischen Ständen, Stadtverwaltung und Dynastie in den Blick.

Rat- und Landhäuser waren im 16. und 17. Jahrhundert als Versammlungsorte der Kommune und der Landstände die zentralen Räume politischer Kommunikation, deren Gestaltung und Nutzung auch etwas über das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Städten, Ständen und der Dynastie aussagt.

Ein Workshop des Instituts für kunst- und musikhistorische Forschungen der ÖAW, der in Kooperation mit den Instituten für Kunstgeschichte und Geschichte der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest veranstaltet wird, beleuchtet dieses Beziehungsgeflecht in vormodernen Städten des Habsburgerreiches. Unter dem Titel „Dynastie, Stände, Städte. Symbolische Präsenz der Habsburger in den Versammlungsräumen der Landstände und Stadtherren im 16. und 17. Jahrhundert“ diskutieren die Wissenschaftler/innen die unterschiedlichen Ausprägungen in den österreichischen Ländern, in Ungarn und in Böhmen. In Fallstudien werden ausgewählte ständische Räume, deren multifunktionale Nutzung und die auf das Herrscherhaus bezogene Bildausstattung untersucht. In einem zweiten Teil wird sich der Workshop mit Vorträgen zu den Ausstattungsprogrammen der Rathäuser in Pressburg, Prag und Wien mit den raumbezogenen und visuellen Formen der Kommunikation zwischen den Ratsherren und dem Herrscher beschäftigen.

Programm