Donnerstag, 18. Oktober 2018, 18:15

Emanzipation

In der diesjährigen Leibniz Lecture der ÖAW beleuchtet Rahel Jaeggi von der Humboldt Universität zu Berlin jenen Transformationsprozess, mit dem Selbstbestimmung in einem umfassenden Sinne erreicht werden soll.

Was hat „Emanzipation" mit gängigen Vorstellungen von Befreiung, Autonomie, Aufklärung, sowie von Revolution und der Auflösung von Unterdrückungs- und Herrschaftsverhältnissen zu tun?

Die Philosophin Rahel Jaeggi von der Humboldt Universität zu Berlin erkennt in „Emanzipation" eine Transformation ganzer Lebensformen, wobei entscheidend ist, dass diese von den Beteiligten selbst vollzogen wird. Die Verhältnisse, denen emanzipatives Engagement entgegentritt, werden nicht in einem einzigen Schritt abgeschüttelt, sondern in einem Prozess, der mit den Möglichkeiten des Handelns auch die des Wissens betrifft. In der diesjährigen Leibniz Lecture der ÖAW zum Thema „Emanzipation" entwickelt die Philosophin ein Verständnis jenes Transformationsprozesses, mit dem Selbstbestimmung in einem umfassenden Sinne erreicht werden soll und verteidigt die Gültigkeit des Emanzipationsgedankens gegenüber seinen „Gegnern und Verächtern“.