OpenAtlas

OpenAtlas ist eine Datenbankanwendung, die es ermöglicht, komplexe historische, archäologische und raumbezogene Daten zu verwalten. Die Open-Source-Software ist auf GitHub vefügbar und basiert auf Technologien wie Apache, PostgreSQL, PostGIS, Python 3, Flask und Leaflet.

OpenAtlas bietet folgende vielfältige Möglichkeiten:

  • Verfolgen von Beziehungen zwischen Akteuren, Ereignissen, Quellen, Orten etc.
  • Aufzeichnen von Geodaten wie Informationen zu Orten, an denen historische Ereignisse stattgefunden haben
  • Bearbeiten von schriftlichen Quellen und Darstellen von Verknüfungen zwischen den darin genannten Entitäten
  • Erstellen eigener Kategorien und benutzerdefiniertes Einrichten der Datenklassifikation

Das Datenmodell basiert auf den Klassen und Begriffen der Begriffsontologie des CIDOC CRM, einem international anerkannten Datenmodellierungsstandard für historische Daten und Informationen aus dem Bereich des kulturellen Erbes.

Die Entwicklung der App wurde und wird von mehreren Projekten, Instituten und Abteilungen sowie durch Fördergelder finanziert. Beteiligt sind seitens der ÖAW die Projekte Mapping Medieval Conflicts (MEDCON) und Digitising Patterns of Power (DPP) des Instituts für Mittelalterforschung (IMAFO) und seitens der Universität Wien das Projekt Grenze Kontaktzone Niemandsland, sowie der Österreichische Wissenschaftsfonds (FWF).


Seit 2017 ist auch das ACDH aktiv an der Umsetzung und Weiterentwicklung der App beteiligt und fungiert als Kooperationspartner für OpenAtlas basierte Projekte:

THANADOS
2019 - 2022, PI: Stefan Eichert, Nina Brundke

Das Projekt THANADOS ("The Anthropological and Archaeological Database of Sepultures") hat zum Ziel, ein Archiv für frühmittelalterliche österreichische Grabfunde zu schaffen. Es vereint die drei Disziplinen Archäologie, Anthropologie und digitale Geisteswissenschaften.

CONNEC
2018 - 2022, PI: David Natal

Das Projekt CONNEC analysiert, wie eine "universelle" spätantike Kirche gebaut wurde, trotz des Kontextes der politischen Fragmentierung, die das Ende des Weströmischen Reiches und seine Aufteilung in kleinere Einheiten auslöste.

MOVING BYZANTIUM

2015 - 2020, PI: Claudia Rapp

Das Projekt "Moving Byzantium" beleuchtet die Rolle von Byzanz als globale Kultur und analysiert die innere Flexibilität der byzantinischen Gesellschaft. Es will zu einer Neubewertung einer Gesellschaft und Kultur beitragen, die traditionell als starr und durch die eigene Tradition belastet dargestellt wurde.