DH Research Infrastructure hat die Aufgabe, digitale Forschungsprozesse in den Geisteswissenschaften  zu begleiten: Hiezu wird ein breites Spektrum an DH-Methoden eingesetzt und bei Bedarf auch weiterentwickelt.  

Die Arbeit der Gruppe ist stark auf projektbasierte Kooperationen ausgerichtet. Dabei beginnt die Zusammenarbeit idealerweise bereits in der Projektantragsphase, um in engem Dialog die bestmögliche Kombination aus bestehenden respektive noch zu entwickelnden Methoden zu finden. 

Während der Projektlaufzeit übernimmt das Team in unterschiedlichem Ausmaß und in enger Abstimmung mit den forschenden  Projektpartner*innen die technische Entwicklung. Diese umfasst die Datenmodellierung, das Datenmanagement, die Prozessierung und Kuratierung der Daten, sowie die Entwicklung, Anpassung und den Betrieb spezialisierter Applikationen. Dabei stellt die Verwendung von offenen Standards und Lizenzen die Wiederverwendbarkeit der Daten und Software sicher. 

Nach dem Projekt kümmern sich unsere Spezialisten um die langfristige Verfügbarkeit und Auffindbarkeit der Daten sowie um den  weiteren Betrieb bestehender Applikationen. 

Das Team von DH Research Infrastructure hat über die Jahre hunderte von spezialisierten Applikationen entwickelt. Einige davon haben sich als sogenannte  „Core Services“ etabliert, die mittlerweile in zahlreichen Projekten eingesetzt werden: 

  • ARCHE: Repositorium für Archivierung und Dissemination von Forschungsdaten  
  • Vocabs Services: Applikationen für die kollaborative Erstellung, das Management und die Publikation von kontrollierten Vokabularien 
  • APIS: Framework für die Verwaltung, Analyse und Publikation von strukturierten Daten über semantischen Entitäten, wie Personen, Orte, Institutionen, Werke und Ereignisse 
  • OpenAtlas: Datenbankapplikation für die Erstellung, Verwaltung und Publikation von komplexen archäologischen, historischen und geospatialen Daten  

Die Arbeit der Gruppe ist stark mit den Aktivitäten der europäischen Forschungsinfrastrukturen und -initiativen verwoben, allen voran CLARIN-ERIC (Common Language Resources and Technology Infrastructure), DARIAH-EU (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities) und   EOSC (European Open Science Cloud). In Österreich sind diese auf den Aufbau digitaler Forschungsinfrastrukturen abzielenden Aktivitäten im nationalen Konsortium CLARIAH-AT gebündelt.  

Eine unabdingbare Komponente all dieser Bemühungen um den digitalen Wandel in den Wissenschaften stellt die Vermittlung von relevantem Know-how dar, die in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der Infrastrukturinitiativen getreten ist. Das Team konzeptualisiert und implementiert ein breites Spektrum an Trainings- und Outreach-Aktivitäten. Hierzu zählen die ACDH-CH Lectures, die darauf abzielen der lokalen DH-interessierten Community internationale Expert*innen und ihre aktuelle Forschung näherzubringen, die ACDH-CH Tool Galleries, in welchen die praktische Nutzung spezialisierter DH-Tools vermittelt wird und die ACDH-CH Internships, die angehenden Akademiker*innen erste Einblicke in die DH-Forschung und die Aktivitäten des Instituts ermöglichen.