24. April 2018 – 25. April 2018

Vom DIARIUM zum DIGITARIUM

Das Wien(n)erische Diarium, gegründet 1703, gilt als die älteste Zeitung der Welt und enthält eine Fülle von Daten. An der digitalen Transformation dieses historischen Datenschatzes besteht daher großes wissenschaftliches Interesse.

Im Rahmen der zweitägigen Konferenz wird das Projektteam, das derzeit einen Workflow für die Volltexterschließung mehrerer hundert Ausgaben des 18. Jahrhundert vorbereitet, nach einjähriger Projektlaufzeit über die Herausforderungen dieses Quellenbestands berichten und erste Ergebnisse mit der Fachgemeinschaft teilen. Anhand konkreter Beispiele aus der Forschungspraxis soll diskutiert werden, wie eine digitale Edition idealerweise aussehen könnte, sodass sich damit Forschungsfragen unterschiedlicher Disziplinen beantworten lassen.

Wie es mit dem digitalisierten Volltext weitergeht, entscheiden auch die KonferenzteilnehmerInnen, indem sie das DIGITARIUM miterdenken und mit ihrem Fachwissen und ihren Interessen frühzeitig in Entwicklungs- und Annotationsprozesse eingebunden sind. Die Einladung zur Teilnahme ergeht daher "abermalen an die Liebhaber des Wienerischen Diarii" sowie an jene, die an digitalen Methoden und am Entstehungsprozess des DIGITARIUM Interesse haben.

 

 

 

Programm

24. April 2018

 

9.00–9.30

Begrüßung und Einleitung

Herbert Karner | ÖAW, Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM)
Claudia Resch | ÖAW, Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH)
Vom Diarium zum Digitarium: "Wie es zu machen daß man einen rechten Nutzen aus Zeitungen habe?"

 

9.30–10.45

Wie "digital" ist das Diarium?

Moderation: Claudia Resch
Christa Müller | Österreichische Nationalbibliothek, Abteilung Digitale Services
Die Wiener Zeitung im digitalen Lesesaal ANNO. Statistische Informationen zu Bestand und Nutzung
Günter Mühlberger | Universität Innsbruck, Digitalisierung und elektronische Archivierung (DEA)
Transkribus. Eine Plattform für die Digitalisierung, Transkription, Erkennung und Suche in historischen Dokumenten
Dario Kampkaspar | ÖAW, Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH)
Workflow und Applikation im go!digital-Projekt der ÖAW

10.45–11.15

Kaffeepause


11.15–12.30

Diarium Auswertungshorizonte I

Moderation: Martin Scheutz
Severin Hohensinner | Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement
Suche nach Hochwässern: Der Beitrag des Diariums zur Umweltgeschichte der Wiener Gewässerlandschaft
Johannes A. Löcker-Herschkowitz und Matthias Mansky | Universität Wien, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Wien[n]erisches Diarium und Theaterdebatte im 18. Jahrhundert
Anna Mader-Kratky | ÖAW, Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM)
Die Bautätigkeit an der Wiener Hofburg im Spiegel der Berichterstattung

12.30–14.00Mittagspause

14.00–15.30

Annotanda im Diarium

Moderation: Daniel Schopper
Isabella Wasner-Peter | Wienbibliothek im Rathaus
„Ich habe jeden, der gebraucht werden könnte“ – Max von Portheims Katalog und die Wiener Zeitung
Michael Pölzl | ÖAW, Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM)
Der Kaiser von Marocco. Die Problematik der Annotation von Personen im Wien[n]erischen Diarium und Ansätze zur Beschlagwortung
Nora Fischer | ÖAW, Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen
Zur Annotation von Orten im Wien[n]erischen Diarium
Christoph Sonnlechner | Wiener Stadt- und Landesarchiv
Mögliche Interaktionen von Wien Geschichte Wiki und Wien[n]erischem Diarium

15.30–16.00Kaffeepause

16.00–17.30

Diarium Auswertungshorizonte II

Moderation: Anna Mader-Kratky
Martin Scheutz | Universität Wien, Institut für Österreichische Geschichtsforschung
Die Geburt der österreichischen Luftfahrt aus dem Geist des Feuerwerks
Manuela Mayer | ÖAW, Institut für Kulturgeschichte der Antike (IKAnt)
Der Himmel über Wien: Joseph Franz und der Komet C/1743 C1
Rita Klement | Universität Wien, Institut für Österreichische Geschichtsforschung
Die Inserate im Wien(n)erischen Diarium 1703–1753
Ramona Hocker | ÖAW, Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM)
Wienerisches Musicalium? Versuch eines Pressespiegels für den Hofkapellmeister Johann Joseph Fux

 

25. April 2018

9.00–9.15

Begrüßung

Karlheinz Mörth | ÖAW, Austrian Centre for Digital Humanities

 

9.15–10.45

Das Digitarium und andere historische Zeitungen

Moderation: Dario Kampkaspar
Katrin Keller | ÖAW, Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung (INZ)
Die Wiener Fuggerzeitungen: Ein Erfahrungsbericht
Manuel Wille | Universität Paderborn, Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft
Der „Hamburgische Correspondent“ als digitale Ressource in der Forschungspraxis


Phillip Ströbel | Universität Zürich, Institut für Computerlinguistik
Computerlinguistische Methoden für bessere Zugänglichkeit von historischen Zeitungsberichten: Die NZZ im Wandel der Zeit

10.45–11.15Kaffeepause

11.15–12.45

Partizipative Ansätze und Perspektiven

Moderation: Claudia Resch
Andrea Reisner und Christina Krakovsky | Wiener Zeitung
Mit dem Diarium auf Zeitreisen: Wie die Wiener Zeitung ihr Archiv als journalistische Quelle nutzt und dabei LeserInnen Geschichte schreiben
Max Kaiser | Österreichische Nationalbibliothek, Abteilung für Forschung und Entwicklung
ANNO in den Library Labs der Österreichischen Nationalbibliothek
Julia Himmelsbach | AIT Austrian Institute of Technology, Center for Technology Experience
Warum Individuen spezifische Technologien nutzen. Theorien zur Technologieakzeptanz und Möglichkeiten empirischer Studien

12.45–13.45Mittagspause

13.45–15.30

"Digitarium LAB" & Diarium Posterpräsentationen

Moderation: Claudia Resch
Dario Kampkaspar
Das Digitarium im Projekt "Das Wien[n]erische Diarium digital" der ÖAW
Phillip Ströbel
Historische Zeitschriftenerschließung im Projekt "Media Monitoring of the Past"
Sophie Carolin Wagner und Stefan Karner
Das "Diarium" und weitere Bestände in den "Library Labs" der ÖNB
Johanna Walcher
Die Transkriptionsplattform "Transkribus" in der Praxis
Manuel Wille
Der "Hamburgische Correspondent" im Deutschen Textarchiv

Die Posterausstellung wurde von Studierenden der Universität Wien am Institut für Geschichte gestaltet.

 


Konzeption: Claudia Resch, Anna Mader-Kratky, Martin Scheutz