Klassische Bildung und Gesellschaft im Konstantinopel der frühen Paläologenzeit: Manuel Moschopulos und seine Kommentare zu Sophokles.

(FWF-Projekt P27764: 01.01.2014–31.12.2018)


Florenz, Biblioteca Medicea Laurenziana, Plut.31.09, f. 204r, 14. Jh. Soph. El. 76-92. Copyright: Biblioteca Medicea Laurenziana – Teca Digitale (Open access license)

Dieses Forschungsprojekt befasst sich mit einem Desiderat in der byzantinistischen Forschung und verfolgt einen zweifachen Zweck: Es zielt erstens darauf ab, die erste vollständige kritische Edition des Kommentars von Manuel Moschopulos zur Elektra des Sophokles zu veröffentlichen und zweitens ein zweisprachiges Wörterbuch (Attisches/Koine-Griechisch), das auf den Beschreibungen jener zwei Varianten des Mittelalterlichen Griechisch basiert, zu erstellen.

Das Projekt soll zudem folgende Aspekte untersuchen: die didaktische Effizienz der Kommentare des Moschopulos zu Sophokles (Welchem Zweck dienten sie? Wer ist das Zielpublikum?); den soziokulturellen Kontext, in welchem der Autor die Kommentare erstellte (War es die Absicht des Moschopuleischen Kommentars und seiner Scholien, auf das wachsende Bedürfnis nach Instrumenten für das Schreiben in einer „reinen Attischen Form“ zu antworten?); den Einfluss auf die byzantinische Gesellschaft und das mittelalterliche Griechisch (Zeigen Moschopulos’ Lehren zum attischen Dialekt Auswirkungen auf die byzantinischen Autoren? Kann uns dies helfen, das byzantinische Konzept von „code/style switching“ zu verstehen?).

Dissemination

Um den Austausch zwischen Wissenschaftlern anzuregen, welche in ähnlichen und komplementären Projekten arbeiten (griechische Kommentare zu Homer, Aristoteles usw.), veranstalten Andrea Cuomo und Erich Trapp am 24. und 25. November 2017 die Konferenz „The Editing of Textbooks and the Study of Medieval Greek Literature“.

Darüber hinaus bietet das Wiener Soziolinguistische Forum eine Plattform für den Austausch zwischen Philologen, Linguisten und Sprachwissenschaftlern.